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Warane Faszinierende Echsen, von denen die meisten Arten sehr groß werden, was zu Problemen bei der artgerechten Unterbringung führen kann.

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Alt 29.04.2012, 11:03   #1
black-eye
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Beiträge: 1.810
Standard Schieren von Waran-Eiern

Hallo,

vor einigen Wochen hatte ich mich bei einigen Baumwaranhaltern erkundigt, ob sie denn Erfahrungen mit dem Schieren, also dem Durchleuchten, von Waran-Eiern hätten, um so deren Befruchtung und/oder Entwicklung zu beurteilen. Erstaunlicherweise schien diese Praxis nicht besonders verbreitet zu sein, wobei ich zugeben muss, dass auch ich erst einmal darauf zurückgegriffen hatte und das mit wenig Erfolg - was aber auch daran lag, dass die durchleuchteten Eier unbefruchtet waren.

Angeregt durch die Schilderungen in Gunter Köhlers Buch "Inkubation von Reptilieneiern" versuchte ich eine Beurteilung der Eier eines V. beccarii-Geleges vom Januar diesen Jahres. Nach Angaben des Buches ist bei einigen Reptilieneiern bereits von außen auf den ersten Blick zu erkennen, ob sie befruchtet sind oder nicht, bei anderen bringt das Schieren direkt nach der Eiablage Erkenntnis, bei wieder anderen lässt sich nach wenigen Tagen eine Beurteilung trefen. Genaue Angaben, ob sich die Entwicklung von Waran-Eiern mit dieser Technik beurteilen lässt fehlen.

Also durchleuchtete ich die Eier gleich nach dem Heraussuchen aus dem Terrarium zum ersten Mal, ohne jeden Erkenntnisgewinn, d.h. ein Keimscheibe war nicht erkennbar. Einen Monat später zeigte sich beim Schieren bei zwei Eiern leichte Schatten, die aber keine genaue Beurteilung zuließen, Adern etc. waren nicht erkennbar, ein Ei erschien mit aufgrund des völligen Fehlens jeder Schattierung als unbefruchtet.

Vor etwa einer Woche nun konnte ich mit Hilfe einer selbstgebauten Vorrichtung nachweisen, dass alle Eier lebende Embryos enthalten. Durch Experimentieren mit Schablonen, verschiedenen Lampen und umgebender Dunkelheit ist meiner Ansicht nach der vielversprechendste Weg des Schierens folgende Tecknik:

Eine Energiesparlampe (11 Watt) wird mit einer ca. 25cm langen, dünnenPappröhre so verdunkelt, dass ein Lichtaustritt nur an einem ende der Röhre möglich ist. Dieses Ende wird mit einer Schablone bedeckt, die einen ovalförmigen Ausschnitt hat, der in Länge und Höhe etwa halb so groß wie das zu durchleuchtende Ei ist. Dann wird die Lampe so ausgerichtet, dass das Ei von der Seite durchleuchtet wird.

Auf diese Weise lässt sich der Embryo im inneren gut beobachten, Bewegungen sind sichtbar, Schwanz, Kopf und Beine je nach Ausrichtung erkennbar. Erstaunlich fand ich, dass alle Embryos im unteren Teil des Eis liegen und nicht, wie in den schematischen Darstellungen der Bücher, auf der Oberseite. Die alte Vermutung, dass Reptileineier nicht gedreht werden dürften (die ja mittlerweile auch experimentell für viele Arten widerlegt wurde), weil der Dotter sonst den Embryo erdrücken oder durch sein Gewicht ersticken würde, ist hier wohl nicht anwendbar.

Nach nun etwa 100 Tagen sieht ein Ergebnis des Schierens so aus.

Gruß
Dennis


PS: Dieses Thema wurde auch bei waranwelt gepostet.
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Obwohl ich die mächtige Suchfunktion benutzt, meinen nächstgelegenen reptilienkundigen Tierarzt aufgesucht, die veterinärmedizinische Datenbank durchsucht, mein Tier den gesetzlichen Mindestanforderungen zur Reptilienhaltung gemäß untergebracht... und den Nachbarn des Schwippschwagers meiner Großtante befragt habe, ist meine Frage immer noch unbeantwortet!
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Alt 29.04.2012, 16:10   #2
Lj-Bü
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Könnte man auch shcön zusammenschreiben und in ne Gazette bringen...
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ist scheisse, aber hat sich gebess...ach nee.
Lj-Bü ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2012, 18:54   #3
Ingo
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Ich halte immer einfach eine billige schwache LED Taschenlampe gegen die Eier welcher Art auch immer und habe bisher immer alles gesehen, was ich sehen wollte.

Viele Grüße

Ingo
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Kober? Ach der mit den Viechern!




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Alt 29.04.2012, 19:12   #4
black-eye
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Hallo Ingo,

deshalb auch dieser Thread,...

denn das war auch das erste was ich gemacht habe und wie ich's vom Schieren bei Geflügeleiern kenne. Da die Ergebnisse allerdings wie oben beschrieben keineswegs so waren, wie ich mir das erhofft hatte (mehrere LED-Lampen zur Auswahl, ebenso natürlich ein Sortiment an anderen Lampen), ließ ich die Eier einfach liegen, in der Gewissheit, dass sich unbefruchtete oder verderbende Eier schon bemerkbar machen werden.

Hast Du bereits Gelege von Deinem V. prasinus-Weibchen entdeckt und mit der von Dir beschriebenen Weise beurteilen können?

Gruß
Dennis
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Obwohl ich die mächtige Suchfunktion benutzt, meinen nächstgelegenen reptilienkundigen Tierarzt aufgesucht, die veterinärmedizinische Datenbank durchsucht, mein Tier den gesetzlichen Mindestanforderungen zur Reptilienhaltung gemäß untergebracht... und den Nachbarn des Schwippschwagers meiner Großtante befragt habe, ist meine Frage immer noch unbeantwortet!
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Alt 29.04.2012, 19:42   #5
Ingo
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Hi Dennis,

ich kämpfe imemr noch damit, mein prasinus Weibchen mal rechtzeitig zu separieren.
Bislang habe ich nur die Eier gefunden, die im Wasserteil gelandet sind und die offenbar alle zu spät.
Ich bin immer erst dann überzeugt, wenn ich Dottersackgefäße sehe. Die Wassereier verdarben immer serh schnell.
In meinem Floridaurlaub über Ostern haben ausserdem sowohl das glauerti Weibchen als auch das auffenberig Weibchen Eier gelegt.
Die erste Dame nicht in die dafür vorgesehene Box, sondern an trockener Stelle -waren schon steinhart- , die Eier der zweiten Dame haben offenbar den Appetit der mitbewohnenende Myriapoden geweckt, die haben die fein säuberlich ausgefressen und auch die halbe Schale verzehrt.
Warten wir auf die nächste Runde.

Viele Grüße

Ingo
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Alt 30.04.2012, 18:05   #6
tirbse
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Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
Hi Dennis,

ich kämpfe imemr noch damit, mein prasinus Weibchen mal rechtzeitig zu separieren.
Bislang habe ich nur die Eier gefunden, die im Wasserteil gelandet sind und die offenbar alle zu spät.
Ich bin immer erst dann überzeugt, wenn ich Dottersackgefäße sehe. Die Wassereier verdarben immer serh schnell.
In meinem Floridaurlaub über Ostern haben ausserdem sowohl das glauerti Weibchen als auch das auffenberig Weibchen Eier gelegt.
Die erste Dame nicht in die dafür vorgesehene Box, sondern an trockener Stelle -waren schon steinhart- , die Eier der zweiten Dame haben offenbar den Appetit der mitbewohnenende Myriapoden geweckt, die haben die fein säuberlich ausgefressen und auch die halbe Schale verzehrt.
Warten wir auf die nächste Runde.

Viele Grüße

Ingo
Moin man lerne Warane und Tausendfüssler zu vergesellschaften kann Probleme machen .
tirbse ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.04.2012, 18:59   #7
Ingo
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Ja, und auch ich lerne daraus. So gut die Myriapoden als Restevertiliger sind. Aus diesem Waranterrarium sind sie jetzt ausgezogen.
Wobei ich vermute, dass das nicht passiert wäre, wenn ich die Zufütterung nicht in den letzten Wochen etwas vernachlässigt hätte. Vielleicht haben sie sich aber auch durch die Zufütterung erst so betätigt. Durch Zufall bin ich nämlich mal darauf gekommen dass -zumindest meine -Myriapoden gekochtes Ei als willkommene Proteinquelle sehr schätzen.
Die Eier waren aber auch schlecht vergraben bzw nur unter die Laubschicht gesetzt,

Viele Grüße

Ingo
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Ingo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2012, 18:26   #8
Peter Pogoda
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Passender Thread zu passender Zeit^^
Habe eines meiner Glauerti-Eier mit zwei Wochen durchleuchtet aber nichts gesehen bzw. erkennen können. Dann probieren ich das mal bei Zeit nochmal
Peter Pogoda ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2012, 19:16   #9
black-eye
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Viel Glück dabei, Peter.

Ich hoffe, ich kann demnächst die Methode mit weiteren Baumwaraneiern überprüfen und feststellen, ob ich mich anfangs nur zu blöd angestellt habe, oder ob es tatsächlich einiger Tage oder Wochen bedarf, bis der Befruchtungszustand eines Eis dieser Warane sicher beurteilbar ist.

... und vielleicht ist's dann auch mal wert, auf Papier zu erscheinen.

Gruß
Dennis
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black-eye ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2012, 19:52   #10
Ingo
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Keine Sorge, das dauert bei Baumwaraneiern sicher ein paar Wochen -ebenso, wie bei anderen lange liegenden Eiern.

Viele Grüße

Ingo
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