![]() |
|
|||||||
| Übrige Echsen Amphisbaenen, Echte Eidechsen, Gürtelechsen, Schienenechsen, Schildechsen, Schleichen, Skinke usw. |
![]() |
|
|
Themen-Optionen | Thema durchsuchen | Ansicht |
|
|
#1 |
|
DGHT-Mitglied
Registriert seit: 16.03.2006
Ort: Schwetzingen
Beiträge: 253
|
Hallo!
Nachdem ich bereits einige Zeit versucht habe, an wirklich brauchbare Informationen zur Haltung von Dopasia (Ophisaurus) harti zu gelangen, gehe ich mittlerweile davon aus, dass das allein übers Internet kaum zu bewerkstelligen ist. Somit meine Frage: wer kann mir detailliertere Informationen zur Terrarienhaltung dieser wunderschönen Glasschleichen zukommen lassen? Auch weiterführende Literaturhinweise wären toll - besonders über Möglichkeiten zur zuverlässigen Art- und Geschlechtsbestimmung bzw. Abgrenzung zu ähnlichen Arten wären toll. Eigentlich bin ich für alles dankbar, was über "lebt bevorzugt im Boden, ist ein Verwandter des Scheltopusik und frisst kleine Schnecken und im Boden lebende Insekten" hinausgeht... Letztes Jahr habe ich mangels ausreichender Kenntnisse bereits die Gelegenheit verstreichen lassen müssen, mir diese Tiere zu kaufen. Als ich mich dazu durchgerungen hatte, es trotz einiger Wissenslücken doch zu versuchen, waren die wenigen importierten Tiere bereits verkauft. Nun ergab sich letzte Woche erneut die Gelegenheit, an Tiere dieser Art zu gelangen - und ja, Asche auf mein Haupt - ich habe nun vier dieser Schleichen in einem bislang noch spärlich eingerichteten Terrarium bei mir sitzen. Die Tiere sind nach Angaben des Importeurs aus dem Norden Vietnams und sollen Dopasia harti sein. Der Bodengrund ist "zweigeteilt" - trockenere und feuchtere Bereiche, ungedüngte Erde und Kokoshumus. Auch die Temperaturen im Terrarium sind aktuell noch sehr unterschiedlich - ein Teil des Terrarienbodens wird wärmer gehalten, während die andere Hälfte nur knapp über Raumtemperatur liegt. Die Höhe des eingefüllten Bodengrundes ist ebenfalls noch ausbaufähig - ich hoffe, durch das geringere Bodenvolumen leichter an Kotproben zu gelangen. Die Tiere sind in einem bestechend guten äusseren Zustand, haben sich schon beim importierenden Händler beim Fressen beobachten lassen und sind gänzlich ohne Verletzungen. Wären sie in einem schlechteren Zustand gewesen, hätte ich sie wohl auch nicht gekauft... Sie sind oft unterirdisch im Terrarium unterwegs und zeigen sich momentan erst in den späten Nachmittagsstunden. Gefressen haben sie mittlerweile auch bei mir im Terrarium. Für eine Kotprobenuntersuchung habe ich leider noch nichts Verwertbares gefunden - allerdings möchte ich die Tiere auch nicht durch tägliches Wühlen im Bodengrund stören. Wenn also jemand Informationen hat, die mich bei der Terrarienhaltung meiner Tiere voranbringen können - vielen Dank dafür. Gruß, Andreas |
|
|
|
|
|
#2 |
|
DGHT-Mitglied
Registriert seit: 28.09.2008
Beiträge: 2.706
|
Ich gratuliere Dir zu Deiner Wahl!
Ich habe vor einem halben Jahr echt mit mir gekämpft aber Zeit und Platzgründe und die anscheinend wachsende Altersvernunft haben gesiegt. Ich hatte damals auch nach Literatur gestöbert aber zur Haltung dieser Art nichts gefunden. Das muss aber kein Problem sein. Das was Du Unterbringungstechnisch gestellt hast klingt erstmal vernünftig. Evtl. findest Du Haltungsberichte zu Ophisaurus ventralis aus denen Du irgendetwas hilfreiches ableiten kannst. In jedem Fall solltest Du dich mit der Herkunft und dem doch zeitweise recht kühlen Klima im Norden Vietnams vertraut machen. Ich war mal im Habitat, der doch verblüffend ähnlichen Dopasia gracilis http://reptile-database.reptarium.cz...pasia%27%29%29 auf dem Phu Kradung ca . 1700 m über NN Dort sah es bis auf die zahlrechen Rhododendren aus wie in Dänemark und es war ähnlich kalt. http://cache.virtualtourist.com/6/14...hu_Kradung.jpg D. gracilis legt übrigens 4 bis 7 Eier aus denen 18 cm lange Junge schlüpfen. Cox, Merel J.; Van Dijk, Peter Paul; Jarujin Nabhitabhata & Thirakhupt,Kumthorn 1998. A Photographic Guide to Snakes and Other Reptiles of Peninsular Malaysia, Singapore and Thailand. Ralph Curtis Publishing, 144 p. Geändert von azor (08.04.2012 um 12:59 Uhr) |
|
|
|
|
|
#3 |
|
DGHT-Mitglied
Registriert seit: 16.03.2006
Ort: Schwetzingen
Beiträge: 253
|
Hallo Peter!
Durch genau dieses Bild aus der von Dir verlinkten Datenbank entstand meine Unsicherheit bezüglich der wirklichen Artzugehörigkeit meiner Tiere. Zu der Altersvernunft: irgendwie will das bei mir nicht so recht funktionieren... Gruß und Danke für den Literaturhinweis, Andreas |
|
|
|
|
|
#4 |
|
DGHT-Mitglied
Registriert seit: 28.09.2008
Beiträge: 2.706
|
Ja die sehen sich verbüffend ähnlich.
Aber dazu brauchst Du wirklich Literatur um herauszufinden ob es sich um eine Fehlbestimmung handelt. Das im Cox abgebildete Tier sieht ebenso ähnlich aus, hat aber nur das rotbraun mit den blauen Barren. Das gelblichgrün der Kehl-und Bauchseite Deiner Photos sehe ich dort nicht. |
|
|
|
|
|
#5 |
|
Benutzer
Registriert seit: 24.08.2004
Beiträge: 398
|
Ich habe eine Aufnahme von einem O. harti aus Taiwan. Auf dem Photo lässt sich zumindest erkennen, wie das Habitat aussieht (http://www.facebook.com/photo.php?fb...type=3&theater). Vielleicht kannst Du mehr Informationen über die Lebensweise erhalten, wenn du den Photographen mal anschreibst. Aber nicht wundern, wenn er nicht antwortet, er scheint nicht gerade der Gesprächigste zu sein
|
|
|
|
|
|
#6 |
|
DGHT-Mitglied
Registriert seit: 28.09.2008
Beiträge: 2.706
|
Ophisaurus ventralis, die amerikanische Glasschleiche, weist ja einen äußerst extremen Geschlechtsdimorphismus auf. Wenn Deine verlinkten Bilder annähernd gleichgroße Tiere zeigen, so würde ich bei Bild 1, 2 und 4 ein Männchen und auf Bild 3 ein Weibchen vermuten.
|
|
|
|
|
|
#7 |
|
DGHT-Mitglied
Registriert seit: 16.03.2006
Ort: Schwetzingen
Beiträge: 253
|
Hallo !
@Ozan - danke für den Link @Peter - nach eben diesen Merkmalen hatte ich die vier Tiere ausgesucht. Die drei schwächer gefärbten Tiere sind etwas kleiner und zarter als das prächtig gefärbte Tier. Auch ist bei dem vermeintlichen "Männchen" die Kopfbreite im Bereich der Kiefergelenke deutlich ausladender als bei den drei anderen Tieren. Nicht ganz so krass im Unterschied wie bspw. bei Timon lepidus... aber immerhin ein sichtbarer Unterschied. Aber dann kamen doch meine Bedenken, ob es sich bei allen Tieren um die selbe Art handelt. Gruß, Andreas |
|
|
|
|
|
#8 |
|
Benutzer
Registriert seit: 24.08.2004
Beiträge: 398
|
Ich meine mich daran zu erinnern, dass bei der Schmuggelaktion in Köln im Dezember 2011 auch entweder O. harti oder gracilis im Spiel waren. Die Arten wurden von den Mitarbeitern dort genauer bestimmt. Dort kriegst Du bestimmt genaue Informationen darüber, woran man die Arten unterscheiden kann. Ich glaube aber, dass Du Schuppen zählen musst.
Gruß, Ozan |
|
|
|
|
|
#9 |
|
DGHT-Mitglied
Registriert seit: 01.06.2009
Ort: Rheingau
Beiträge: 336
|
Moin Andreas,
NGUYEN et al. (2011): Review of the genus Dopasia Gray, 1853 (Squamata: Anguidae) in the Indochina subregion ist Dir bekannt? Damit sollten sich die einzelnen Arten unterscheiden lassen. Schick mir Deine email-Adresse und ich schicke Dir die Arbeit. Übigens, traumhaft schöne Tiere! Bin zwar noch nicht so alt wie der andere Glasermeister, habe mich aber auch, schweren Herzens, zurückgehalten... Schön dass ein paar Tiere in vernünftige Hände gekommen sind. Gruß Felix |
|
|
|
|
|
#10 | |
|
DGHT-Mitglied
Registriert seit: 16.03.2006
Ort: Schwetzingen
Beiträge: 253
|
Hallo Felix!
Zitat:
Danke für das Angebot, mir die Arbeit von Nguyen zukommen zu lassen - eine E-Mail an Dich ist raus. Gruß, Andreas |
|
|
|
|
![]() |
| Themen-Optionen | Thema durchsuchen |
| Ansicht | |
|
|