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Natur- und Artenschutz, Feldherpetologie Der Schutz der Amphibien- und Reptilien und ihrer Lebensräume, Untersuchungsmethoden und Forschungsergebnisse stehen im Mittelpunkt dieses Forums

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Alt 08.02.2010, 21:45   #1
H.S.
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Registriert seit: 25.03.2003
Beiträge: 2.017
Ausrufezeichen Vorschläge zur Änderung von Anhang I und II auf der Citeskonferenz Doha (Qatar), 13-25 March 2010

http://www.cites.org/eng/cop/15/prop/index.shtml

Geändert von H.S. (08.02.2010 um 21:50 Uhr).
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Alt 22.02.2010, 18:11   #2
Daniel Hofer
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Beiträge: 511
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Schutz der Baumfrösche Agalychnis: Es wird angeführt dass Agalychnis spec. durch den Tierhandel gefährdet würden, auch wenn wohl Habitatzerstörung und Chytrimykose die Hauptursache des Populationsrückganges seien. Es stellt sich auch hier
die Frage, ob das überhaupt den Tieren etwas bringt. Wenn die Habitatzerstörung nicht gestoppt wird, ist kein Tier zu retten - den Tierhandel als Sündenbock hinzustellen ist einfach- im Bericht steht das etwa 22'000 Exemplare Agalychnis pro Jahr in die USA exportiert würden. . Aber gerade Baumfrösche lassen sich bei guter Haltung einfach züchten und die Schar der Nachkommen aus Gelegen bei Fröschen ist meistens recht gross.

Israelische Dornschwänze Uromastix ornata: Bei der gewaltigen Habitatzerstörung in Israel ist es kein Wunder das Dornschwänze selten werden. Diese Art ist relativ schwer zu züchten, für die Terraristik daher wohl weniger interessant. Auch hier wäre Schutz der Habitate wichtig.

Ctenosaura Arten: Hier geht es um mittelgrosse bis grössere Leguane Mittelamerikas, vorallem um Inselarten - letztere sind logisch speziell gefährdet. Auf dem europäischen Markt sind sie nicht so beliebt, wie es in den USA steht ist schwer zu sagen. Der Schutz von Inselpopulationen macht jedoch immer Sinn.

Neurergus Molche: Wenn Iran nicht mehr unternimmt um diese wunderschönen Schwanzlurche im Freiland zu retten, haben sie im Freiland wenig Überlebenschancen. Für die Terarristik sind die Tierchen wohl trotz ihrer Schönheit wenig interessant - die niedrigen Wassertemperaturen zur Pflege dieser Lurche können die wenigsten bieten. Einige wenige Spezialisten schaffen es Neurergus zu züchten - die Nachzucht geht dann aber wohl ein, da andere den Tieren kaum
genügend kühle Terrarien bieten können. Es genügen ein paar heisse Tage im August um diese Tiere zu töten. Iran sollte die Tiere intern strenger schützen und die Vorkommensgebiete in streng überwachte Natur- oder Nationalparks verwandeln, diese Molche gehören zum wertvollsten Naturerbe das Iran hat. Aber dennoch, auch Neurergus lassen sich züchten ...

Geändert von Daniel Hofer (22.02.2010 um 18:35 Uhr).
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Alt 23.02.2010, 08:20   #3
Flix
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Beiträge: 161
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Zitat:
Zitat von Daniel Hofer Beitrag anzeigen
...Israelische Dornschwänze Uromastix ornata: Bei der gewaltigen Habitatzerstörung in Israel ist es kein Wunder das Dornschwänze selten werden. ...

Lieber Daniel,

in einigen Punkten muss man Dir natürlich durchaus Recht geben,
aber manche Aussagen, sind vollkommen veraltet und falsch.
Wer sagt denn (außer Dir), dass Uromastyx ornata schwer zu züchten und für die Terraristik weniger interessant sind? Beide Aussagen sind vollkommen an den Haaren herbeigezogen und entsprechen in keiner Weise dem heutigen Stand.


Zitat:
Zitat von Daniel Hofer Beitrag anzeigen
...Diese Art ist relativ schwer zu züchten, für die Terraristik daher wohl weniger interessant...
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Alt 05.03.2010, 12:11   #4
Bachhausen
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Registriert seit: 01.03.2001
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Beiträge: 356
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Hallo!

Auch wenn ich die wesentlichen Aussagen teile, möchte ich anmerken:
Zitat:
Zitat von Daniel Hofer Beitrag anzeigen
Für die Terarristik sind die Tierchen wohl trotz ihrer Schönheit wenig interessant - die niedrigen Wassertemperaturen zur Pflege dieser Lurche können die wenigsten bieten.
.... Es genügen ein paar heisse Tage im August um diese Tiere zu töten....
Das ist für die meisten Neurergus Arten zutreffend, für kaiseri so aber nicht richtig!
Die Nachzucht ist sicherlich sehr anspruchsvoll; trotzdem gibt es inzwischen einige Züchter und die Art ist in unseren Terrarien bereits gut verbreitet.
Gesunde N.k. vertragen Temperaturen zw. 10 bis 25 °C problemlos, sind dabei fit, fressen und drängen nicht mal aus dem Wasser - Bedingungen die in den meisten Wohnungen mit Zimmern zur Nordseite machbar sind. G.g.f. muss ein geschickt angebrachter Ventilator (Verdunstungskälte) an heißen Tagen eingesetzt werden, oder die Tiere zur terrestrischen Phase im Keller "verschwinden".
Nur die Importiere waren oft sehr hinfällig, weil krank. Aber das ist bei z.B. Cynops orientalis nicht anders!

Gruß Paul
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Alt 18.03.2010, 17:47   #5
Daniel Hofer
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Registriert seit: 15.02.2006
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Beiträge: 511
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Da N. kaiseri seit langem im Herkunftsland Iran streng geschützt ist, dürften alle ausserhalb des Irans gehaltenen Tiere dieser Art aus ilegalem Abfangen stammen. Herr Bachhausen, offenbar pflegen und mehren sie diese Art, haben sie da kein schlechtes Gewissen?? Was machen Sie mit den Nachzuchten? Klären Sie Käufer der Nachzuchten auf, dass es sich um Nachkommen ilegaler Abfangaktionen handelt und dass es sich um ein im Herkunftsland streng geschütztes Tierchen handelt?

Geändert von Daniel Hofer (18.03.2010 um 17:48 Uhr).
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Alt 18.03.2010, 19:47   #6
Bachhausen
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Registriert seit: 01.03.2001
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 356
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Ich habe ausschließlich Nachzuchten und hatte nie Wildfänge von Neurergus kaiseri - was also soll diese unsinnige Frage?
Sind nun die gesamten Erhaltungszuchtprogramme verwerflich - alle Amphibien Arche Bemühungen illegal?

Gruß Paul
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Alt 19.03.2010, 20:15   #7
Michitriturus
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Registriert seit: 20.07.2007
Beiträge: 779
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Hallo,

gerade Herr Bachhausen gilt als Schwanzlurchspezialist, daher denke ich es wäre sogar bei Wildfängen mehr als gerechtfertigt wenn man Ihn zu Erhaltungszuchtprogrammen u.Ä. hinzuzieht. Da es sich ja nicht einmal um Wildfänge handelt sind sowieso alle Vorwürfe hinfällig, zumindest meiner Meinung nach.

Grüße
Michi
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Alt 20.03.2010, 12:14   #8
Alexander Schrey
Benutzer
 
Registriert seit: 31.07.2008
Beiträge: 313
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So ist es, Michi.

Der Vorwurf des Herrn Hofer ist völlig absurd; man mag ihm an dieser Stelle vielleicht noch zugute halten, dass er Paul Bachhausen offenbar weder persönlich noch hinsichtlich seiner äußerst engagierten Arbeit im Arten- bzw. Naturschutz kennt.

Aber Unwissenheit schützt bekanntlich auch nicht vor ungerechtfertigten und haltlosen Anschuldigungen.

Alexander
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Alt 20.03.2010, 16:31   #9
Bachhausen
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Registriert seit: 01.03.2001
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 356
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Alexander, Michi - danke für Eure Unterstützung!

Dabei sind wir einem Daniel Hofer gegenüber wohl kaum Rechenschaft schuldig!
Ich hätte auch nicht darauf geantwortet, wenn derart dumpfe Verleumdungen nicht den Bestrebungen unsere Tierhaltung möglichst ganz einzuschränken gut in der Kram passen würde. Konsequent weiter gedacht führt es zu Argumentationen wie "alle Europäischen Amphibien und Reptilien sind seit Jahrzehnten geschützt, folglich muss alle Haltung dieser Arten illegal sein"!

Das ist hier allerdings wieder mal sehr "of topic" geworden und m.E. ab dem 18.03. sehr löschverdächtig!

Grüße Paul
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Alt 21.03.2010, 09:17   #10
janzen
Benutzer
 
Registriert seit: 11.04.2006
Beiträge: 273
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Die Diskussion ist wenig fruchtbar. Weshalb ist es schwierig, N. kaiseri zu halten und zu züchten? Das gelingt immer mehr Personen und wieso ist die Art in der Natur gefährdet? Wo sind die Untersuchungen? Die Art ist im Iran geschützt? Das behaupten die Amerikaner, nur nachgewiesen haben sie es bislang nicht. Im Iran wird N. kaiseri auf Märkten verkauft. Momentan ist unser Markt voll mit Nachzuchten dieses Molches. Es besteht eher zu befürchten, dass das Interesse nachlässt, da die Nachzuchten immer schwieriger an den Mann zu bringen sind.

Wieso unterstützt die DGHT ein Zuchtprojekt mit dieser Art? Auch, um Werbung für sich zu machen. Vergangene Woche konnte ich Nachzuchten vom Zoo Riga an eine Schule in Gelsenkirchen vermitteln. Die Schüler kümmern sich um die Tiere und nehmen am Zuchtprojekt teil. Soll sich der Zoo in Riga jetzt schlecht fühlen?

Geändert von janzen (21.03.2010 um 09:23 Uhr).
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