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Natur- und Artenschutz, Feldherpetologie Der Schutz der Amphibien- und Reptilien und ihrer Lebensräume, Untersuchungsmethoden und Forschungsergebnisse stehen im Mittelpunkt dieses Forums

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Alt 21.03.2010, 10:52   #11
Bachhausen
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Beiträge: 356
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Zitat:
Zitat von janzen Beitrag anzeigen
Die Diskussion ist wenig fruchtbar. .....
Das ist sie in der Tat!

Viel besser wäre es darüber nachzudenken, wie wir nach der CITES Stellung die Weitergabe und den Austausch von Nachzuchttieren legal und sinnvoll realisieren können.

Gruß Paul
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Alt 29.03.2010, 17:05   #12
Daniel Hofer
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Beiträge: 511
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Wie dem auch sei, auch Nachzuchten hatten irgenwann mal Eltern. Da N. kaiseri im Iran schon lange geschützt sind, können die Eltern/Vorfahren der Tiere von Herrn Bachhausen nur ilegal über die Grenze geschmuggelt worden sein. Bei stark gefährdeten Tierarten ist jeder Handel bedenklich, der Handel ist ein Folge der Nachfrage und wenn für ein Terrarientier ein guter Preis erzielt wird, besteht die Gefahr, dass nicht-autorisierte Tierfänger ausziehen und die letzten Bestände noch mehr plündern. Gewiss, der Erst-Käufer solcher ilegaler Tiere lädt die grösste Schuld auf sich, auch wenn er diese weiterzüchtet - die Tiere werden dadurch nicht legaler. Es ist wirklich zu überlegen, ob die Käufer der Nachzucht/en nicht auch eine zumindest moralische Schuld trifft, den gerade ihr Kaufverhalten hat ja die Erst-Züchter möglicherweise animiert, sich ilegale Tiere anzuschaffen. Nein, das pauschale Abwinken von Herrn Bachhausen ("meine Tiere stammen aus Nachzucht") macht seine Molche nicht legaler.

Ich weiss dass Herr Bachhausen einer unserer ganz grossen Molch-Spezialisten ist und er es schafft, fast jeden Molch zu züchten - er ist da aber eine Ausnahme! Ich habe vollen Respekt. Ich möchte mit meinen Zeilen zum Nachdenken anregen, bei streng geschützten Tieren sollte man vorsichtig sein.
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Alt 29.03.2010, 18:19   #13
Bachhausen
DGHT-Mitglied
 
Registriert seit: 01.03.2001
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 356
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Die Praxis zeigt das Gegenteil!
Die Nachzuchtbemühungen werden sich mittelfristig auch auf die Naturbestände positiv auswirken. Sie sind ein aktiver Beitrag zum Natur und Artenschutz!

Auch die Wiederholung falscher Behauptungen machen sie nicht richtiger - es stimmt nicht dass alle N.k. illegal sind!

Auch bei mir schwimmen alle Molche nur in Wasser!
Was ich kann, kann jeder andere der sich entsprechend bemüht auch!

Bei einem möchte ich allerdings zustimmen "... bei streng geschützten Tieren sollte man vorsichtig sein..." und bei allen anderen auch!

Das ist mein letzter Beitrag zu dieser unsinnigen Diskussion!

Gruß

Geändert von Bachhausen (29.03.2010 um 18:21 Uhr).
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Alt 21.06.2010, 18:52   #14
Daniel Hofer
Benutzer
 
Registriert seit: 15.02.2006
Ort: Bern
Beiträge: 511
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Wie ich inzwischen herausgefunden habe, wurden und werden die N. kaiseri wesentlich mehr gezüchtet als ursprünglich angenommen. Es existieren Gefangenschaftspopulationen in der X-ten Generation, bei einer ganzen Gruppe von Leuten. Da kann mann wohl tatsächlich nicht mehr von geschützten Populationen sprechen, ich entschuldige mich für vielleicht etwas zu direkte Sprache bei Herrn Bachhausen. Sorry !

Allerdings gibts jetzt für all diese Halter, Pfleger und Züchter ein blödes Problem - bei dieser neuen Gesetzgebung halten nun alle ein Tier mit dem gleichen Schutzstatus wie der Panda-Bär. Gut möglich dass der Iran mit dem Schutzantrag nun ein Eigentor schoss - möglicherweise erhöht der hohe Schutzstatus gerade den Anreiz die wenigen Naturpopulationen auszuräumen. Die Terrarianer-Populationen dürften aber schrumpfen - da die Tiere mit dem hohen Schutzstatus schlecht handelbar werden, werden Nachzuchten schlechter abgesetzt. Also evtl. ist/war der CITES-Beschluss eher kontraproduktiv für die Gesamt-Welt-Population der Art .....

Geändert von Daniel Hofer (21.06.2010 um 18:54 Uhr).
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