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Wasserschildkröten Zur Diskussion über die fachgerechte Haltung von Wasser- und Sumpfschildkröten

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Alt 17.06.2010, 22:47   #1
Richy
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Registriert seit: 22.05.2003
Beiträge: 123
Standard Gibts giftige Wasserpflanzen für Wasserschildkröten/Gesellschaft für Chinesische Dreikiel?

Hallo,

ich habe meine 2 Floridaschmuckschildkröten abgegeben und habe jetzt nur noch 1 Chinesische Dreikiel (männchen, ca 8Jahre alt). Da der keine Pflanzen mag ist es mir jetzt möglich das Aquarium zu bepflanzen. Gekauft habe ich heute Wasserpest, das denke ich ist ok. Jetzt würde ich gern noch etwas anderes reintun, war mir aber heute bei Dehner nicht sicher obs da vielleicht ne Wasserpflenzenart gibt welche evtl giftig für die Dreikiel ist. Gibts da eine wo man sagt auf keinen Fall oder gehen da in der Regel alle?
Oder gibts welche die sich besonders eignen bei einem Schildkrötenbecken? Darüber musste ich mir schon seit jahren keine Gedanken mehr machen da es sinnlos war, die Floridas haben da ruckzuck kurzen Prozess gemacht.

Meine 2 Frage: Sollte man eine 2. Dreikiel mit reintun oder lieber alleine lassen? Wenn ja besser ein Männchen oder ein Weibchen.
Wenn man so liest sagts einer so der andere so... jetzt würden mich mal hier ein paar Meinungen interessieren.

Danke und Gruss
Eric

Geändert von Richy (17.06.2010 um 22:54 Uhr)
Richy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2010, 11:09   #2
Onkel Andi
Benutzer
 
Registriert seit: 24.03.2010
Ort: Basel / CH
Beiträge: 162
Standard

Hallo,

wenn du ihm Gesellschaft geen willst, dann kein 2. Männchen !!!

Ich hatte als Kind mal drei japan. Dreikielschildkröten bekommen; ein Männchen hat dann dem 2. die Geschlechtsteile aus dem Schwanz rausgebissen (echt wahr).
Konnte zwar vom Tierarzt wieder "repariert" werden, aber seitdem war`s dann halt eine Eunuchen-Kröte.

Also wenn Gessellschaft dann geschlechtslos oder Weiberls.

Gruss

Andi
Onkel Andi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2010, 11:49   #3
alois.w
Benutzer
 
Registriert seit: 15.04.2008
Beiträge: 70
Standard

Heya,

am bessten auch kein (einzelnes) Weibchen dazu setzen, weil das allerhöchstwahrscheinlich die ganze Zeit angebalzt wird und somit unter Stress steht was zu Aggressionen oder Unterdrückung führen kann.

Glaub, mal gelesen zu haben, dass Dreikiel generell sehr unverträglich sind gegenüber Artgenossen.

Also lieber allein lassen

Wasserpflanzen sind mir keine giftigen bekannt. Du musst damit rechnen dass die Pflanzen alle ausgerissen/graben oder abgebissen werden. Demnach sind alle Schwimmpflanzen relativ gut geeignet und solche die schwimmend und festgewachsen leben können wie die Wasserpest.
Das einzige was bei einem St. oderatus-Becken bei mir sonst funktioniert ist eine super in einer Wurzel verwachsene Anubias (glaube barteri var. barteri).

Cheers!
Alois
alois.w ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2010, 12:44   #4
assenmacher
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Registriert seit: 03.08.2009
Ort: am Rhein
Beiträge: 174
Standard

Zitat:
Zitat von alois.w Beitrag anzeigen
Glaub, mal gelesen zu haben, dass Dreikiel generell sehr unverträglich sind gegenüber Artgenossen.
Alois
Das Gegenteil ist der Fall. Die Art ist ausgesprochen friedlich. Vorausgesetzt das Becken ist groß genug und gut strukturiert kann man problemlos mehrere Tiere zusammenhalten.

In meinem Gewächshausteich leben ein adultes Männchen, ein halbwüchsiges Weibchen und vier Jungtiere zusammen. Absolut friedlich!
assenmacher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2010, 15:20   #5
knarf
Benutzer
 
Registriert seit: 18.03.2009
Beiträge: 909
Standard

Hallo ,
meine sind auch relativ friedlich ,außer Männchen gegenüber .Bei mir leben in einem Becken ( 250 ltr. ) noch 1,1 Sternotherus mit 1,0 Chinemys reevesi ( ca 10 cm ) zusammen .Die drei sind Problemfälle ,die sich mit den jeweiligen Artgenossen nicht vertragen.Trotz der unterschiedlichen Herkunft ,Lebensweise usw. funktioniert das so gut ,daß ich immer wieder zögere ,die Tiere nach Arten zu trennen. .Im Becken leben noch Red fire ,Ancistrus und eine große Schmerle .Das Becken ist stark bepflanzt .Eine große Amazonaspflanze ist in einem abgeschnittenen ,angeklebten Pflanzkorb in Kies eingpflanzt.Schwarzwurzelfarn ist aufgebunden an Wurzeln und an den mit Lavabrocken gestalteten Seitenwänden.Hornkraut schwimmt frei im Becken ,an der Oberläche treiben noch Wasserlinsen und Wassersalat .Über der Wasseroberfläche wächst Ficus pumila in mit Lava gefüllten Rinnen ,die auch mit ins Wasser wachsen .Keines der drei Tiere geht an die Pflanzen ,rausgerissen wurde auch noch nichts .Durch den HQI und 3 T5 - Röhren wächst alles wie verrückt .
Ich denke ,daß es wohl kaum giftige Aquarienpflanzen gibt ,bei Teichpflanzen sieht es da schon anders aus.Da die Tiere im allgemeinen sowieso nicht an die Pflanzen gehen ,dürfte das auch kein Problem darstellen .Meine großen adulten Damen von Ch.ree. fressen allerdings sehr wohl Wasserlinsen ,vor allem im Freilandteich .
Grüße Frank
knarf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2010, 20:05   #6
Richy
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Registriert seit: 22.05.2003
Beiträge: 123
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Zitat:
Zitat von alois.w Beitrag anzeigen
Heya,

am bessten auch kein (einzelnes) Weibchen dazu setzen, weil das allerhöchstwahrscheinlich die ganze Zeit angebalzt wird und somit unter Stress steht was zu Aggressionen oder Unterdrückung führen kann.

Glaub, mal gelesen zu haben, dass Dreikiel generell sehr unverträglich sind gegenüber Artgenossen.

Also lieber allein lassen

Wasserpflanzen sind mir keine giftigen bekannt. Du musst damit rechnen dass die Pflanzen alle ausgerissen/graben oder abgebissen werden. Demnach sind alle Schwimmpflanzen relativ gut geeignet und solche die schwimmend und festgewachsen leben können wie die Wasserpest.
Das einzige was bei einem St. oderatus-Becken bei mir sonst funktioniert ist eine super in einer Wurzel verwachsene Anubias (glaube barteri var. barteri).

Cheers!
Alois
Hallo,

naja die Wasserpest schaut mittlerweile nimmer so gut aus. Er frisst es zwar ned aber vom gezappel hat er sie etwas hergefleddert.

Aber mal zur Anubias - gerade da habe ich mittlerweile gelesen das die nicht so gut sein soll für WS wegen dem hohen Säuregehalt, wobei wenn er sie ja eh nicht frisst wirds egal sein.
Mein Becken ist ein 250l 100x50x50.

Wäre das geeignet für 3 Chinesische DK, also mein manderl und 2 weiberl dazu. Das sind ja jetzt eher keine Schwimmer, daher denke ich das wäre jetzt nicht so schlimm wie für die Floridas die da vorher mit drin waren.
Die haben sich übrigens prächtig verstanden, gab in 8Jahren nie Probleme, ausser beim füttern musste man kucken das die Chinesische DK genug abbekam.

Gruss und Danke
Eric
Richy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2010, 14:31   #7
stock
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Registriert seit: 28.04.2006
Ort: Berg.Land
Beiträge: 779
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Meine Erfahrungen haben gezeigt, daß auch hier die Tiere sehr individualistisch sind sind. Es gibt Tiere, die Paar- oder Gruppenhaltung gehalten werden können und andere garnicht. Ein Männchen und mehrere Weibchen geht normalerweise, wenn das Becken groß genung und gut strukturiert ist. Ein Weibchen und ein Männchen kann schon zu streßig für einen der Partner sein. Zwei Männchen geht überhaupt. Sie werden sich bekämpfen und der unterlegene wird entweder verletzt werden oder so unter Dauerstreß stehen, daß er so oder so sterben.
Zu Pflanzen, hartblättrige Pflanzen wie Echnidorus und Anubias werden häufig gemieden. Im HOchsommer (bei Wassertemperaturn über 26 Grad) fressen auch Chinemys reveesi Pflanzen und zwar erstaunliche Mengen.
__________________
Mit schuppigen Grüssen
Stock
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Alt 21.06.2010, 14:01   #8
assenmacher
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Registriert seit: 03.08.2009
Ort: am Rhein
Beiträge: 174
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Zitat:
Zitat von stock Beitrag anzeigen
Im HOchsommer (bei Wassertemperaturn über 26 Grad) fressen auch Chinemys reveesi Pflanzen und zwar erstaunliche Mengen.
Kann ich nur bestätigen! Bei mir fressen sie kräftig die schwimmenden Knollen der Wasserhyazinthen (sorry, kenne nicht die korrekte botanische Bezeichnung dieser Pflanzenteile).
assenmacher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2010, 15:47   #9
knarf
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Registriert seit: 18.03.2009
Beiträge: 909
Standard

Hallo,
die Teile heißen Eichhornia crassipes.Pflanzen fressen viele WSK ,wenn es wärmer wird .Es scheint aber nicht bloß an der Wassertemp. zu liegen .Drin ist es ja teilweise wärmer als im Freiland .Muß auch an der Sonne oder dem Lichtangebot allgemein liegen .Oder es ist halt die Sommerstimmung - Urlaub mit Paarungen mögen eben auch die Tiere .
Ich hatte die Eichhornia bei den Emyduren im Becken überwintert ,ging tadellos .Jetzt ist selbst von den ganz kleinen keine mehr da .Die großen sind jetzt in den Sommerteichen ohne Schildkröten .Bei den Chinemys ist es ähnlich .Selbst in den Aufzuchtbecken sind die gezielt aus den anderen Pflanzen herausgefressen .Wassersalat - Pistia stratiotes fressen sie auch liebend gern .
Habe vorhin das erste Mal eine semiadulte Sternotherus od. beim Landgang erwischt .Das nach so vielen Jahren Haltung und Nachzucht .
Grüße Frank
knarf ist offline   Mit Zitat antworten
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