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| Landschildkröten Zur Diskussion über die fachgerechte Haltung europäischer und exotischer Arten |
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#1 |
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Benutzer
Registriert seit: 27.11.2006
Beiträge: 30
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Liebe Forenfreunde,
wir haben unsere 9 Monate alte maurische Schildkröte durch zwei gleichaltrige, gleichartige Jungtiere ergänzt. Unser bisher eher zurückhaltendes Ersterworbenes, scheint sich in Gesellschaft zu einem wahren Fressmonster zu entwickeln. Das geht soweit, dass er denn kleineren Ergänzlingen, das Futter wegnimmt. Seit seiner 2-monatigen Winterstarre hat es von 28g auf 40g zugelegt, mit wie wir finden, sparsam dosierten Gartenpflanzen wie Brombeere, Giersch, Brennessel, Zaunwinde, Löwenzahn, Taubnessel u.ä.. Die Anderen haben dagegen nur 4 und 6 g zugelegt und sind auch bedeutend kleiner. Eigentlich wollten wir eine Gruppe schaffen, damit die Jungtiere sich besser entwickeln. Sollen wir diese nun trennen, da wir ihr Fressverhalten unter der Woche tagsüber nicht kontrollieren können? Oder habt ihr bessere Vorschläge?Danke Eure Bettina |
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#2 |
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DGHT-Mitglied
Registriert seit: 25.01.2006
Beiträge: 364
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Hallo Bettina!
Leider wird viel zu häufig von einigen wenigen propagiert, daß sich Schildkröten in der Gruppe besser entwickeln. Dies ist in den meisten Fällen leider nicht so, wie Du ja auch an deinen Tieren sehen kannst. Ein trennen der Tiere ist in deinem Fall sinnvoll, da Du ja nicht beobachten kannst in wie weit das dominante Tier die anderen unterdrückt. Auch ist es bei Jungtieren so, daß schon ein Größenunterschied von wenigen Zentimetern reicht um andere Tiere dermaßen zu unterdrücken, daß sie anhand der Folgen eingehen können. Getrennte Futterplätze sind ebenfalls schlecht, da das große Tier, wenn es einmal ferig ist mit der Nahrungsaufnahme, auch an die Nahrung der kleineren geht. Grüße, Robert |
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#3 |
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Benutzer
Registriert seit: 22.09.2003
Beiträge: 690
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Vielleicht erst noch ein paar Fragen:
1. Wie lang ist das erste Jungtier schon wach? 2. Wie lang hast du die beiden anderen Tiere schon? 3. Die beiden neuen Tiere haben in absoluten Zahlen etwas weniger zugenommen (erst mal nicht weiter verwunderlich, sie sind ja neu), aber wie sieht das relativ aus? Mit anderen Worten, was haben sie vorher gewogen? 4. Wo hältst du die Tiere? 5. Teilst du ihnen Futter zu oder versorgen sie sich in einem Freigehege selbst? Gruß, Editha |
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#4 | |
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Benutzer
Registriert seit: 03.03.2001
Ort: Bayern
Beiträge: 2.977
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Zitat:
Leider wird immer wieder davon berichtet, daß es zwischen Schildkröten keinen Futterneid gäbe und daß sie sich in einer Gruppe wohler fühlen würden, ja sich sogar brauchen würden. Meine Erfahrung ist aber genau die, wie Du es hier beschreibst: eines der Tiere, das dominanteste, verdrängt die anderen vom Futter und überholt sie im Wachstum. Diese Raffsucht, wie Du sie gar nicht so verkehrt nennst, kann so weit gehen, daß diese dann viel zu schnell gewachsene Schildkröte irgendwann Knochenbau- und Organprobleme hat. Ich habe es schon oft erlebt, daß solche Tiere dann mit 4 - 6 Jahren zu einer Nierenbehandlung beim TA landeten. Ich würde die Größere in jedem Fall von den Kleinen trennen, um späteren Problemen vorzubeugen. Schöne Grüße Eva |
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#5 | |
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Nicht registriert
Beiträge: n/a
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Hallo Eva,
Zitat:
@bettina: wenn Du Edithas Fragen beantworten könntest, wäre das sehr hilfreich. Ergänzend hätte ich aber noch eine: wie groß ist das Terrarium/Gehege in dem sich die Tiere momentan befinden? Gruß Sabine |
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#6 | |
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Benutzer
Registriert seit: 03.03.2001
Ort: Bayern
Beiträge: 2.977
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Zitat:
Meine Weibchen leben zusammen in einem Gehege und die noch nicht geschlechtsreifen/kleinen Jungtiere leben/lebten früher auch zusammen. Was findest Du daran so absonderlich, daß Du danach fragst? Schöne Grüße Eva |
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#7 |
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Benutzer
Registriert seit: 27.11.2006
Beiträge: 30
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Die Terrariengröße beträgt 1m x 0,50m, aber nur noch kurze Zeit bis sie ins Gewächshaus + Freigehege kommen.
Die beiden Kleineren haben wir seit Mitte März, sie sind Anfang März aus dem Winterschlaf erwacht und wogen bei Erwerb beide 24g und sind jetzt bei 28g und 30g. Sollten wir vielleicht die Größere (ohne Futterpflanzen) vorzeitig ins Freigehege bringen? Sollten wir dabei "Hungertage" einführen oder nur noch Kräuter geben, die sie nicht so favorisiert(Brombeere ,Brennnessel oder Agrops) Löwenzahn gibt`s zum Beispiel nur einmal in der Woche und dann auch nur im angetrockneten Zustand. Von alleine hört sie, glaube ich, einfach nicht auf zu fressen. Im Terrarium versuchen wir das Futter verteilt zu geben, so dass sie sich ihr Fressen "erarbeiten" müssen. Ich habe nicht das Gefühl, dass die beiden Kleineren unter ihr leiden. Wir machen uns eher Sorgen, über das explosionsartige Wachstum. Vielen Dank für eure Tipps!Gruß Bettina |
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#8 |
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Nicht registriert
Beiträge: n/a
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hallo Bettina,
ich gehe jetzt mal davon aus, daß die "Grössere" eine kürzere Winterstarre als die "kleinen" hatte, und ihr Terrarium schon kannte. Von daher ist es nicht aussergewöhnlich, daß sie "verfressener" ist als die Neuen. Du simulierst den Tieren wohl gerade den Frühling...eventuell zu warm? Unser momentanes Klima ist geeignet die Tiere sofort ins Freigehege zu überführen. Bei einer Terrariumgrösse von einem halben Qudratmeter, müssen sich die Tiere ihr Futter nicht "erarbeiten", sondern bekommen es geradzu vor die Nase gelegt. Dass Du ein Gewächshaus mit Freigehege hast, hört sich gut an. Es scheint den Tieren viel mehr Platz zu bieten. Beschreib das doch bitte mal genauer. Es ist meiner Meinung nach sehr wichtig, das Freigehge optimal zu strukturieren, richtig zu bepflanzen und vor allem richtig zu positionieren (ein Maxiumum an Sonneneinstrahlung). Schau dir mal diese Seiten an http://www.feilerseiten.de/testudo/f...freigehege.htm http://www.testudo-farm.de/index.html dort findest Du tolle Freigehege, die sehr naturnah angelgt sind. Ich glaube, daß sich mit einer solchen einrichtung dein Problem von alleine lösen wird ![]() Gruß Sabine |
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#9 | |
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Benutzer
Registriert seit: 03.03.2001
Ort: Bayern
Beiträge: 2.977
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Zitat:
Verfüttere den Löwenzahn ruhig frisch, denn angetrocknet hat er nicht weniger "Energie", dafür aber weniger Vitamine. Das selbe gilt auch für andere Futterpflanzen. Ein bis zwei Fastentage pro Woche sollten ohnehin immer eingelegt werden. Die Schildkröten haben in freier Natur auch nicht ständig einen reich gedeckten Tisch. Deine kleineren haben in 4 Wochen ja auch schon 15 - 20% Gewicht zugelegt, also prozentual auch schon relativ viel. Die Kleinen sind die ersten Jahre auf Fressen programmiert, denn sie wollen natürlich möglichst schnell groß werden, um so ihren Fressfeinden besser entgehen zu können und sich möglichst bald fortzupflanzen. Die limitierenden Faktoren in freier Natur sind aber die Witterung (tagsüber oft zu heiß zur Futtersuche! und die vielen vertrockneten Pflanzen im Sommer) und das unterschiedliche Futterpflanzenangebot. Mit unseren Pflanzen, die überwiegend auf nährstoffreichen, überwiegend feuchten Böden wachsen, füttern wir viel mehr und gehaltvoller als es die Tiere in freier Natur haben. Bei T. horsfieldii ist es noch extremer als bei T. hermanni. Dort hat man herausgefunden, daß diese Art nur rund 28 Tage im Jahr Gelegenheit zur Futteraufnahme hat! Füttere einfach weniger und richte Fastentage ein. Sorge auch im Freigehege dafür, daß das Futterangebot begrenzt bleibt. Das ist für die Schildkröten viel gesünder. Schau Dir dazu doch auch mal diese Seite an: http://www.t-hermanni.de/griech/gribio/wachstum.php Schöne Grüße Eva Geändert von eva1 (16.04.2007 um 08:05 Uhr) |
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