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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Art für Einsteiger bei Reptilien?


Terramann
18.10.2011, 13:11
Moin,

ich würde jetzt auch mal gern mit der Reptilienhaltung anfangen. Erfahrung habe ich schon recht viel bei Wirbellosen, aber Geckos z.B. sind völliges Neuland. Was ist suche muss auch nicht unbedingt ein Gecko sein, eine Agame oder ein Chamäleon wäre auch toll. Am interessantesten wäre jedoch ein schöner grüner Gecko oder was exotisches, z.B. Phelsuma quadrioccellata mit dem Fleck und dem blauen Schwanz. Ich habe nur ein Terrarium zur Verfügung...was ich suche sollte folgende Bedingungen erfüllen:

- die Haltung sollte möglich sein bei den Terrarienmaßen 70cm (Breite) x 40cm (Tiefe) x 60cm (Höhe)
- technisch von mir umsetzbar sind alle Temperaturen im Bereich von 20-35°C tagsüber, nachts im Winter maximal 20-22°C, die Tiere sollten aber auch nicht gleich sterben, wenns mal in kalten Nächten auf 15°C geht (aber niedriger wirds nicht, dann mach ich das Fenster zu)
- Die Luftfeuchte sollte irgendwo zwischen 30 und 85% zu halten sein, bei 35°C schaff ich durch die Halogenspots nur 60%, bei ~25°C auch dauerhaft 80-90%
- als Futter sollte sich Obst und/oder Schokoschaben eignen, da ich diese selbst züchte und so weniger Kosten habe...
- die Gruppenhaltung sollte möglich sein, muss aber auch nicht unbedingt sein. Ich möchte jedenfalls immer mal wieder ein Tier sehen...und bei einem Zwergchamäleon in dem Becken wäre das echt schwierig...
- eventuell sollte auch Männchen+Weibchen verträglich sein, damit ich auch mal die Zucht in Angriff nehmen kann. Vorrangig steht aber natürlich erstmal allgemein die erolgreiche Haltung

Joa also wiegesagt hab ich da noch keine speziellen Ansprüche. Gecko, Agame, Chamäleon...je nach dem, was eher möglich ist und schön aussieht :)

Ich freu mich schon auf Antworten!

Viele Grüße,
Dennis

azor
18.10.2011, 17:21
Dann spricht doch alles für eine kleinere Phelsuma - Art.
Welche solltest Du nach reichlichem Lesen selbst entscheiden können.
http://www.ig-phelsuma.de/

kdf10
18.10.2011, 19:11
Kleinbleibende Phelsumen sind in meinen Augen nichts für Anfänger. @ azor, du würdest doch nicht ernsthaft P. klemmeri oder P. parkeri Anfängern empfehlen? Der Einstiegsgecko schlechthin ist Eublepharis macularius. Für die ist das Terrarium etwas zu hoch. Aber lieber ein zu hohes Terrarium für E. macularius als tote Phelsumen.

Peter Fritz
18.10.2011, 19:40
@ kdf10
... wenn sich der Anfänger vernünftig mit der Materie auseinandersetzt gibt es praktisch kaum Arten, die für ihn nicht geeignet sind, die Rede war ja z. B. von P. quadriocellata ... und warum soll er mit P. klemmeri nicht klarkommen, wenn er sich vorher gut informiert?
Und warum ist das Becken mit 60 cm Höhe für Leopardgeckos zu hoch? ... es gibt Leute, die hinter vorgehaltener Hand in dunklen Hauseingängen behaupten, dass die schon mal irgendwo raufklettern, nach unbestätigten Gerüchten z. B. an Rückwänden ...

Ingo
18.10.2011, 20:06
Es gibt in der Tat eine menge kleiner Phelsumen, die von engagierten Anfängern gut zu pflegen sind.
Ich werfe aber auch noch mal Holaspis ein, um eine Alternative zu nennen.

Viele Grüße

Ingo

azor
18.10.2011, 21:24
Kleinbleibende Phelsumen sind in meinen Augen nichts für Anfänger. @ azor, du würdest doch nicht ernsthaft P. klemmeri oder P. parkeri Anfängern empfehlen? Der Einstiegsgecko schlechthin ist Eublepharis macularius. Für die ist das Terrarium etwas zu hoch. Aber lieber ein zu hohes Terrarium für E. macularius als tote Phelsumen.

Klemmeri sind ja nun auch nicht soo kompliziert.
Und mit klein meinte ich durchaus auch z.B. Ph. laticauda - Größe.

Terramann
18.10.2011, 23:14
Danke für die vielen Antworten :)

Phelsuma klemmeri sagt mir sehr zu. Ich werd dazu die nächsten Tage nochmal einiges lesen...
Schön ist da auch, dass man Drosis als Futter für die Jungtiere nehmen kann, die züchte ich zufällig noch wegen der Mantiden, die vorher im Terrarium waren. Zur Abwechslung kann ich auch frisch geschlüpfte Shelfordella lateralis nehmen, denke ich mal, das passt hervorragend.
Eher schlecht ist allerdings das Klima. Wenn ich mir Klimadiagramme von Nordwest-Madagaskar ansehe, ist es dort wärmer, wenn hier Winter ist, und dort kälter, wenn hier Sommer ist. Klar - Südhalbkugel. Kann man denn die Tiere auch umgewöhnen, sodass sie aus ihrer sicht genau ein halbes Jahr versetzt leben?

Ingo
19.10.2011, 06:10
Keine Sorge,

die NZten sind längst an unsere Jahreszeiten angepasst.
Es gibt inzwischen sowieso wohl viel mehr P. klemmeri auf der Nordhalbkugel, als auf der Südhalbkugel.

Viele Grüße

Ingo

Christian Schneider
19.10.2011, 06:45
Hallo,

um die Auswahl noch ein wenig zu erweitern:

Sphaerodactylus sp.
Gonatodes sp. (bedingt)
Lygodactylus sp.
Pachydactylus sp.
Rhoptropus sp.
.
.
.

Es gibt allgemeine Geckobücher. Vielleicht solltest Du einfach mal eins ausleihen und schauen, was Dir gefällt. Am Ende entgeht Dir sonst Deine Traumart ;)

Gruß
Christian

Terramann
19.10.2011, 12:29
Moin,

am Wochenende fahr ich zu nem Bekannten, der hat da ne ganze Reihe Bücher für, ich werd mich mal bisschen umschaun ;-)
Allgemein sagt mir übrigens auch P. standingi zu, die gibts auch im Tierpark ganz in der Nähe...so bliebe mir die 15-Stunden-Zugfahrt nach Hamm (und der gleiche Rückweg) jedenfalls erspart...und dank guten Bekannten müsste ich mir um die Kosten auch keine Sorgen machen...bei anderen Geckoarten muss ich ja 50€ aufwärts einrechnen pro Tier. Nur die Größe macht mir Sorgen..reicht da mein Terrarium aus?
Aber auch eine Nichtgecko-Art habe ich mir sagen lassen, Rotkehlanolis, soll einfach zu halten sein, schön sieht das ganze auch aus...

Na dann nochmal danke für die Antworten ^^ wenn ich das gefunden habe, was mir am meisten zusagt, meld ich mich wohl nochmal mit Fragen.

Vg, Dennis

PS: Also ehrlichgesagt: Anolis carolinensis sagt mir ja sehr zu. Ich hab da jemanden, wo ich die her kriege, ich hab wen, der mir Nachzuchten abnehmen würde, die Tiere rennen auch an den Glasscheiben lang, können die Farbe ändern und die Augen bewegen wie ein Chamäleon. Luftfeuchte 40-60% ist recht einfach hinzukriegen und die Temperaturen auch...na da muss ich mal mehr lesen ^^ Auch wenn das hier das Geckoforum ist...hat jemand Erfahrungen mit diesen Tieren?

Ingo
19.10.2011, 12:53
Für standingi ist Dein Becken zu klein.
Hast Du Dir mal die Holaspis angesehen, die ich Dir empfohlen habe?

Viele Grüße

Ingo

sch.niehoff
19.10.2011, 12:56
Ein bißchen was brauchbares über die Taggeckos der Gattung Phelsuma findest Du übrigens auch hier: http://www.ig-phelsuma.de/

Peter

Terramann
19.10.2011, 13:17
Auf ig-Phelsuma schau ich schon die ganze Zeit :)

Und die Holapsis hatte ich ganz überlesen, die schau ich mir mal an, danke.

Was sagt ihr eigentlich zu Anolis carolinensis? Wiegesagt kein Gecko, aber auch sehr hübsch und vor allem auch deutlich billiger zu kriegen. Wo ich bei nem Gecko für Jungtiere 50€ bezahle, zahl ich bei Anolis 5€, das ist schon ein erheblicher Unterschied. P. klemmeri und A. carolinensis sowie Holapsis gefallen mir alle gleichermaßen...wobei Geckos lt. den Angaben auf den Webseiten schwerer zu halten sind. Dies wäre aber auch ein Grund, es mal auszuprobieren - zutrauen würde ichs mir. Ich denke, wenn beim weiteren Lesen nichts mehr kommt, was meine Entscheidung beeinflusst, werd ich die Anolis nehmen (oder ihr sagt mir, wo ich für vielleicht eine 1,2 Gruppe Geckos keine 150€ bezahlen müsste...).

Ingo
19.10.2011, 13:20
A. carolinensis sind hübsche und gut zu pflegende Tiere mit interessantem Verhalten, die sich allerdings nur bei hohen Lichtintensitäten schön grün färben.

Viele Grüße

Ingo

azor
19.10.2011, 13:36
Ich würde A. carolinensis nicht als leichter zu pflegen ansehen als z. B. Ph. laticauda.
Ich finde die Maße Deines Terrariums persönlich für Anolis zu klein.
Das ist aber meine persönliche Meinung.

Terramann
19.10.2011, 13:46
Mit dem Licht muss ich mal schauen...was heißt hohe Lichtintensität - hast du da vielleicht Angaben in Lux oder so? In meinen Terrarien ist es eigentlich sehr hell, die Lampen sind alle innen. Grund dafür ist recht einfach: ich habe das Terrarium aus Holz selber gezimmert, und da ist es mit Lampen drüber immer schlecht. Geht natürlich auch, nur kommt dann warum auch immer nur sehr wenig Licht drinnen an :D
Momentan besteht die Beleuchtung übrigens aus einer 18W Leuchtstoffröhre und 3 je 20W (kann aber auch 10er oder sogar 30er Lampen reinschrauben) Halogenspots. Da ich das innenleben aber sowieso raus mache, kann ich das ändern, wenn ich will. Sieht zwar schön aus, aber sehr raue Felsenwände aus Flexkleber sind für die Tiere mit den Härchen an den Beinen wohl nichts, da pack ich Kork an die Wand. So genau weiß ich das noch nicht, muss erstmal fertig lesen hier ^^

Edit: azor: wirklich zu klein? Aber die Tierchen sind doch genauso groß wie P. klemmeri... Aber wiegesagt, ich les erstmal n bisschen...

Ingo
19.10.2011, 13:57
Lampen innen geht nicht. Gar nicht! Phelsumen und Anolis hüpfen früher oder später drauf und verbrennen sich. Zudem reduziert so eine Anbringung die beleuchtete Höhe des eh schon nicht allzu hohen Beckens weiter.
Dein Licht bisher ist objektiv gesehen sehr funzelig und zudem rotlastig. Daher ist es Haltung tagaktiver sonnenliebender Echsen nicht wirklich geeignet. Du wirst zB nirgend fünfstellige Luxwerte erreichen und kaum mal über 3000 am "Sonnenfleck".
Halogen Metalldampflampen (HCI...CDM-XYZ...) sind hier ein Muss.
50 000 Lux sollten es am Sonnenplatz nämlich schon sein, wenn Du zB grüne Anolis sehen willst (es sei denn, Du überhitzt sie einfach, dann sind sie auch grün :( )

Also bastel lieber erstmal noch ein wenig am Terrarium, bevor Du es besetzt. Sorry, das klingt so gar nicht gut bis jetzt.
Wenn sich die Lampen nicht anders anbringen lassen....Nachtigall, ick hör Dir trapsen: Wie ist es denn dann überhaupt um den Luftaustausch bestellt? Kein unwichtiges Thema.
Fotos des Beckens wären u.U hilfreich.

Viele Grüße

Ingo

Terramann
19.10.2011, 14:15
Foto kommt.

Aber zu den Lampen: Die Röhre wird nicht wirklich warm, da verbrennt sich niemand...und die Halogenlampen kriegen in gewissem Abstand ne Kunsstoffgaze davor...da muss ich jetzt mal schaun, wie ich das mache mir der Beleuchtung...

Da ham wir die Fotos:
Nicht wundern: die Wandgestaltung kommt komplett raus, da soll son Korkzeug hin, Die Bepflanzung wird auch gewechselt, die Äste auch. Kurz: Alles außer den Rohbau würde ich ändern.

Nr. 1 von vorn (es handelt sich um ein Doppelterrarium, jede Seite hat besagte Maße 70x40x60)
12496

Nr. 2 von Oben wegen Lüftung und Beleuchtung
12497

Und Nr. 3 die Lampen drinne
12498

Zum Thema Belüftung: Terrarienlüfter habe ich auch, die ich einbauen kann.

PS: Und zur Beleuchtung habe ich grad nochmal geschaut...theoretisch ist es möglich, dass ich in die Deckenplatte mit der Stichsäge ein Viereck zwecks Lichtkasten säge...ich hab keine Ahnung, wie groß solche benötigten Lampen sind, aber das Viereck ginge maximal 60x20cm...aber das müsste ja reichen. Dort drauf dann die T5-Röhren. Da die Halogenbeleuchtung der beiden Hälften zusammenhängt, müsste ich die 3 Halogenspots drin lassen. Wäre es denn möglich, wenn ich von hinten nach vorne T5 - HQI - T5 baue? Es müssen, damit die Beleuchtung funktioniert, auf 1-3 Halogenlampen verteilt 15-90W rein...ich dachte da an 2 30W Halogenlampen, eine ganz rechts, eine in der Mitte. Links keine, damits dort etwas kühler ist. So könnte ich auf jeden Fall 2 Sonnenplätze schaffen - ginge es so? Oder...in dem recht kleinen Terrarium sollten ja 2 T5 ausreichen. Wie kann ich die Wärmestellen sonst noch machen - diese kleinen Halogenlämpchen scheinen mir zu klein. 10cm unter ihnen sind aber -wenn ich 20W Lampen drin hab- immernoch rund 40°C...wenn ich erstmal 30W drin hab, werden es auch in 15cm Abstand noch so viel sein...reicht es doch? Also bei der Beleuchtung habe ich jetzt echt garkein Plan...

Nochmal Edit: Hatte mich verschätzt, habs grad ausprobiert: 10cm unter einem 20W-Spot sind 36,4°C...

kdf10
19.10.2011, 20:32
@ kdf10
... wenn sich der Anfänger vernünftig mit der Materie auseinandersetzt gibt es praktisch kaum Arten, die für ihn nicht geeignet sind, die Rede war ja z. B. von P. quadriocellata ... und warum soll er mit P. klemmeri nicht klarkommen, wenn er sich vorher gut informiert?
Und warum ist das Becken mit 60 cm Höhe für Leopardgeckos zu hoch? ... es gibt Leute, die hinter vorgehaltener Hand in dunklen Hauseingängen behaupten, dass die schon mal irgendwo raufklettern, nach unbestätigten Gerüchten z. B. an Rückwänden ...

Tja, da das werd ich meinen wohl mal erzählen müssen. Trotz Super-Rückwände sind die eher "bodenständig". Aber wenn sie hören, was Peter Fritz sagt, überzeugt sie das hoffentlich :). Aber mal ernsthaft, in meinen Augen klettern die nur dann nach oben, wenn es unten zu kalt ist.

Ach ja, habe übrigens reichlich Nachzuchten - alle am Boden. Bisher ist noch kein Weibchen auf die Idee kommen für die Eibablage nach oben zu klettern.

Bevor du einem Anfänger Phelsuma klemmeri empfiehlst, solltest du dich erst einmal über die Haltung informieren. Das ist kein Anfängertier! Schön bunt und deshalb verrecken wahrscheinlich jährlich Hunderte in deutschen Terrarien.

Terramann
19.10.2011, 21:10
Also ich werd mir jetzt ziemlich sicher Anolis carolinensis holen. Ich hab sogar nen Züchter in Görlitz gefunden, das ist hier ganz in der Nähe, da fahr ich morgen mal hin...mal schauen was er mir sagt. Im Telefonat z.B. teilte er mir mit, dass die Tiere T8-Röhren im Terrarium lieben und die meiste Zeit drauf sitzen, weil die schön warm sind. Ich werds mir morgen mal ansehen. Danke für eure Tipps.

azor
19.10.2011, 21:39
Bevor du einem Anfänger Phelsuma klemmeri empfiehlst, solltest du dich erst einmal über die Haltung informieren. Das ist kein Anfängertier! Schön bunt und deshalb verrecken wahrscheinlich jährlich Hunderte in deutschen Terrarien.

Niemand bestreitet, dass Eublepharis macularius ein hervorragend geeignetes Terrarientier für Einsteiger ist. Auch nicht, dass Leopardgeckos vornehmlich bodenbewohnend sind.
Liest Du das Abforderungsprofil des TS so wirst Du erkennen, dass Phelsumen einfach
besser passen.
Im Prinzip ist die Eignung einer Tierart für Einsteiger immer abhängig von der Ernsthaftigkeit und dem Bemühen des Pflegers. Deshalb können auch Anfänger durchaus geeignete Pfleger für die meisten Arten sein wenn sie sich intensiv informieren, belesen und Kontakt und Rat bei erfahreneren Haltern der jeweiligen Art suchen und bekommen.

Ingo
20.10.2011, 06:08
T8 im Terrarium haben in der Tat so einige Leute ohne größere Probleme- aber Achtung: Die Enden werden auch bei 18 W noch so heiss, dass sich Tiere verbrennen können. Die Halogenstrahler werden definitiv zu heiss, um direkten Kontakt zulassen zu dürfen. Nach wie vor ist es in dem Becken für Anolis und Co zu dunkel und die Lüftung ist schon speziell. Aber nicht speziell gut.

Viele Grüße

Ingo

P.S.: So , wioe das Becken jetzt gestaltet ist, würde ich Gekko petricolus reinsetzen. Die Größe ist allerdings etwas knapp dafür.

Christian Schneider
20.10.2011, 06:24
Kann mich mal jemand aufklären, was an der Haltung von Phelsuma klemmeri so kompliziert sein soll? Offensichtlich habe ich eine falsche Vorstellung!

Temperatur, Beleuchtung, Nachtabsenkung, Luftfeuchtigkeit ist alles "0815". Die geringe innerartliche Aggresivität kommt einem Anfänger im Vergleich zu P. grandis sogar noch entgegen.

Besten Dank!

Terramann
20.10.2011, 11:43
Naja wiegesagt, ich baue jetzt noch n bisschen am Terrarium. Oben kommt ein Lichtkasten drauf, wo dann UV-Lampe, 2 Spots und 2 T8 rein kommen. Und was ist jetzt an der Lüftung falsch?

Ernst
20.10.2011, 12:43
Für Phelsumen für Anfänger spricht, dass man sie mit z.B. Yoghurt ernähren kann, damit wird die Versorgung mit Mineralien und Vitaminen recht einfach, vorallem wenn man noch Angaben zur Menge hätte, aber das Problem hat man mit dem Bestäuben erst recht.

Ernst

knabber0815
20.10.2011, 14:31
Kann mich mal jemand aufklären, was an der Haltung von Phelsuma klemmeri so kompliziert sein soll? Offensichtlich habe ich eine falsche Vorstellung!

So ganz erschliesst sich mir die Reaktion von Kdf10 auch nicht - sicherlich gibt es einiges zu beachten, aber ein pauschales Kontra - ich weiss nicht...
Und zu argumentieren das die Weibchen der Eublepharis die Eiablage im Boden und nicht an der Rückwand tätigen - einige arboricole Arten suchen auch den Boden auf zur Eiablage, nehme ich deswegen die Klettermöglichkeiten heraus?

@terramann - die Lüftungsfläche könnte grösser sein - eben so wie das vorgespannte Lüftungsgitter aber ohne die noch stehengelassenen Holzteile.
Wenn du eh die Säge ansetzt um die Beleuchtung zu optimieren kannst du gleich grössere Lüftungsfläche schaffen und die Beleuchtung darüber setzen.

Grüsse
Dirk

Terramann
20.10.2011, 21:12
Ich schau mal :)

Und jetzt der letzte Punkt: Die Einrichtung. Von nem Bekannten hab ich schonmal nen halben Korkeichenwald mit nach hause genommen...und welche Pflanzen können rein? Wiegesagt sinds nur 60cm Höhe. Bis jetzt habe ich schon einige Efeututen und auch 3 kleine Bromelien...kann ich auch Kannenpflanzen rein tun? Ich hab das bei Geckos gesehn, dass die am Rand lecken, das wäre ja ein natürlicher süßer Snack...auch für Anolis? Und welche Pflanzen kann ich noch rein tun, die vielleicht dicht bewachsen sind und nen guten Sichtschutz bieten können...

kdf10
22.10.2011, 16:18
Niemand bestreitet, dass Eublepharis macularius ein hervorragend geeignetes Terrarientier für Einsteiger ist. Auch nicht, dass Leopardgeckos vornehmlich bodenbewohnend sind.
Liest Du das Abforderungsprofil des TS so wirst Du erkennen, dass Phelsumen einfach
besser passen.
Im Prinzip ist die Eignung einer Tierart für Einsteiger immer abhängig von der Ernsthaftigkeit und dem Bemühen des Pflegers. Deshalb können auch Anfänger durchaus geeignete Pfleger für die meisten Arten sein wenn sie sich intensiv informieren, belesen und Kontakt und Rat bei erfahreneren Haltern der jeweiligen Art suchen und bekommen.

Du hast im Prinzip recht. Schränkst das aber gleich wieder ein: "Im Prinzip ist die Eignung einer Tierart für Einsteiger immer abhängig von der Ernsthaftigkeit und dem Bemühen des Pflegers." Richtig, und wer will das hier beurteilen, wie ernsthaft die Anfrage eines Pflegers und sein Bemühen ist?

Für mich sind Phelsumen keine Anfängertiere. Darüber kann man sich streiten. Wenn jemand Grundkenntnisse in der Terraristik hat, ist eine Phelsume ein Pflegling für Anfänger. Für den der überhaupt keine Kenntnisse von Terraristik hat aber nicht.

azor
22.10.2011, 16:25
Nochmal - ich empfehle immer gern Eublepharis wenn es in das Spektrum des suchenden Einsteigers passt . Leopardgeckos sind aber weder grün noch tagaktiv.
Im übrigen wüsste ich ersthaft nicht wo z.B. Phelsuma standingi schwerer zu halten wäre als E. macularius.

Ingo
22.10.2011, 16:43
Manche Phelsumen zählen in meinen Augen definitiv zu den am allereinfachsten zu haltenden Echsenarten und ich sehe keinen Grund, solche nicht zu empfehlen.

Viele Grüße

Ingo

kdf10
22.10.2011, 17:36
Nochmal - ich empfehle immer gern Eublepharis wenn es in das Spektrum des suchenden Einsteigers passt . Leopardgeckos sind aber weder grün noch tagaktiv.
Im übrigen wüsste ich ersthaft nicht wo z.B. Phelsuma standingi schwerer zu halten wäre als E. macularius.
@ Ingo, @azor, ich schreib das mal eurer Erfahrung zu gute. Für euch sind P. standingi oder P. klemmeri leicht zu pflegende Tiere. Deshalb ist gerade bei Anfängern die Quote von Nachzuchten besonders hoch?
Ihr wisst genau, dass das falsch ist. Da dürfte wohl eher die Mortalitätsrate besonders hoch sein. Leopardgeckos sind weder grün nocht tagaktiv, kann ich bestätigen. Um die Mortalitätsrate hochzutreiben, muss man allerdings schon extrem dämlich sein.

Ingo
22.10.2011, 17:58
Um die Mortalitätsrate hochzutreiben, muss man allerdings schon extrem dämlich sein.

Um zB Phelsuma laticauda totzupflegen aber auch....

azor
22.10.2011, 18:49
Häufig schließt man aus eigenen Misserfolgen auch allgemeine Regeln.
Ich war ja auch mal vor über 20 Jahren ganz extrem auf dem Anolis Trip.
Leider teilweise oder besser größtenteils mit eher frustrierenden Ergebnissen.
Einzig Anolis cybotes doris hat mir dann doch gelegen.
Ich spüre heute noch ein gewisses Misstrauen wenn ich von erfolgreicher Anolishaltung in mittelgroßen Terrarien höre :o

kdf10
22.10.2011, 19:57
Um zB Phelsuma laticauda totzupflegen aber auch....

Du hast ja recht. Wer will das anzweifeln, wenn Ingo Kober das schreibt. Das ist nicht ironisch gemeint. Ich halte eine Menge von deiner Kompetenz. Aber noch einmal, für dich und mich ist Phelsuma klemmeri eine leicht zu pflegende Geckoart. Aber doch nicht für jemanden, der noch nie eine Phelsume gepflegt hat. Da fragt ein Teenie an, was packe ich in mein Terrarium rein. Der gibt zu, das er keine Ahnung hat, dann kommen "Spezialisten" mit fantastischen Ideen und haben auch keine Ahnung. Wer braucht das? Demnächst komt dann einer und sagt, die Nachzucht von Phelsuma parkeri ist ein Klacks. Was folgt? Da das ja ein Klacks ist, was nicht der Wahrheit entspricht, wird verstärkt Ph. parkeri gekauft und verreckt in den Terrarien. Sorry Ingo, wer die die Nachzucht von Phelsuma so simpel darstellt wie du, muss sich nicht wundern, dass Anfänger sich alles zutrauen. Standingi, laticauda alles kein Problem, mit serraticauda usw. kann das dann ja auch nicht so schwierig sein.

Jürgen
22.10.2011, 20:13
... für dich und mich ist Phelsuma klemmeri eine leicht zu pflegende Geckoart. Aber doch nicht für jemanden, der noch nie eine Phelsume gepflegt hat.

Sorry, wenn ich mich jetzt auch noch einmische...

...aber, nach Pogona henrylawsoni und Tympanocryptis tetraporophora waren 1.1 Phelsuma klemmeri und 1.1 Phelsuma nigristriata meine ersten Phelsumen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ca 2 Jahre Erfahrungen mit den Agamen gesammelt.
Über die Haltung von Phelsumen habe ich mich ausführlich informiert (Internet, Bücher u. persönliche Gespräche) und hatte zu keinem Zeitpunkt Probleme mit den Tieren.



Ach ja, vieleicht sollte ich noch hinzufügen, dass ich die 4 Tiere in einem Eck-Terrarium (125x70x70) gehalten habe. Dies bitte ich jedoch nicht als Vergesellschaftungsratschlag zu verstehen.

bis denne
Jürgen

Scott
22.10.2011, 20:38
Ahoi!

@kdf10, was soll denn bitte an der Haltung von klemmeris so kompliziert sein, dass sie nicht uneingeschränkt dem Anfänger zu empfehlen sind?

In der Nachzuchtstatistik der IG Phelsuma ist das sogar die am häufigsten nachgezogene Art! Und da züchten mit Sichherheit auch Anfänger nach..

Tatsächlich ist P. klemmeri nämlich eine der pflegeleichtesten und in der Haltung unproblematischten Phelsumenarten!

Aber es muss ja nicht immer klemmer sein, gibt noch jede Menge weitere Arten, die sich auch für den interessierten Einsteiger eignen.

Aus dem Stehgreif fallen mir da folgende Arten für die genannte Beckengröße ein (60cm Höhe reduziert die Auswahl dann doch):
Phelsuma nigristiata, pasteuri, v-nigra, lineaa dorsivittata, (quadriocellata) parva

@Ingo, so begrenzt und gefährdet wie früher angenommen sind die Wildbestände von P. klemmer dann doch nicht, mitlerweile sind weitere Populationen bekannt, zudem leben die Tiere in sich ausbreitenden Bambuswäldern (Sekundärvegetation!).

Gruß Jan

Terramann
24.10.2011, 12:17
So ich melde mich auch nochmal...Ich mache mir jetzt bisschen Gedanken um die Beschaffung der Tiere. Bei Kleinanzeigen auf terraristik.com z.B. habe ich nur Züchter gefunden, die wirklich sehr, sehr weit weg sind und damit ausscheiden. Einer ist in meiner Nähe, der hat aber nur ein Weibchen abzugeben. Im Zooladen sind die Tiere auch, der Preis aber echt zu teuer finde ich: 20€ pro Tier und es handelt sich um welche aus diesem Jahr, also 6, 7 Monate alt. Naja letztendlich werd ich wohl darauf zurückgreifen müssen...nur will ich mir echt nicht erst den Stress mit Wurmkur usw. einhandeln. Der Zooladenbesitzer weiß nicht, wo die Tiere herkommen. Er meinte, da steht nur "Nachzucht", es könnte sich aber auch im Importnachzuchten handeln. Er hat die Tiere seit etwa zweieinhalb Monaten bei zugegeben schlechten Bedingungen und sie sehen topfit aus und rennen wie wild durch die Gegend.
Kann ich -ohne die Tiere zu kaufen- irgendwie erkennen, ob sie Endoparasiten haben? Ich ahb gelesen, sie sind dann durch den Stress vom Import ganz schlapp, da sich die Würmer dann richtig vermehren konnten...aber wiegesagt nach etwa 10 Wochen sind da keine Anzeichen, mir wurde gesagt, die Tiere fressen gut (stehen auch gut im Futter) etc...also kann ich als Laie da erkennen, obs denen gut geht?

Andreas83
24.10.2011, 13:15
Hallo,

ich habe mich hier mal ein wenig durchgelesen, und stelle fest, ohne dem Themenstarter etwas unterstellen zu wollen, dass für dich immer der Preis eine so große Rolle spielt. Klar muss man nicht unnötig Lehrgeld für überteuerte Terraristikartikel aus dem Zoofachgeschäft mit tollen bunten Verpackungen aber zweifelhaftem Nutzen und sonstigen Schnickschnack ausgeben, aber ob die Tiere dich jetzt 15, 20, 25 oder 50€ kosten, sollte doch bitte wirklich nicht direkt zu Beginn die große Rolle spielen. Auf die Dauer werden andere Kosten für die Haltung eh überwiegen.

Im Zooladen sind die Tiere auch, der Preis aber echt zu teuer finde ich: 20€ pro Tier und es handelt sich um welche aus diesem Jahr, also 6, 7 Monate alt.

Ein guter Rat für dich: Kauf lieber bei einem Züchter/Halter, als die Tiere im Zooladen zu kaufen, da du dort dann normalerweise auch bei Problemen noch einen Ansprechpartner hast, den du fragen kannst und noch den ein oder anderen Rat einholen kannst. Wenn der Zoohändler die Tiere schon bei schlechten Bedingungen hält würde ich davon noch schneller Abstand nehmen, Händler wollen primär verkaufen sonst können sie nicht überleben. Wenn du sie über einen Züchter(ich mag den Begriff nicht, die Art ist eh schon zu häufig und das demoliert die Preise besonders) kaufst, kannst du ja vllt auch Tierversand machen oder eben mal schauen ob du sie auf einer Börse bei euch in der Nähe mal abholen kannst etc. man findet da immer ne Lösung wenn man dranbleibt.

Aus einem Zooladen gekaufte Tiere würde ich immer untersuchen lassen, sprich Quarantäne und Kotproben testen lassen. Wenn man einen guten Halter kennt, und dieser die Tiere in seinen eigenen Terrarien hält, dann kann man wenn alles gut gepflegt aussieht eher mal drauf verzichten, dazu muss man aber vertrauen können und das sieht man einem Menschen oft nicht so direkt an. Grad bei recht günstigen Tieren treten dann eben doch mal finanzielle Argumente in den Vordergrund, denn wenn die parasitologische Untersuchung schon den Kaufpreis fast übersteigt überlegen sich leider viele gleich ob man das braucht...Selbst schuld wers nich tut. Sicherheit wirst du nur durch die Untersuchung haben. Gib lieber ein paar Euro mehr aus zu Beginn und kauf nicht beim Nächstbesten, dann sparst du dir hinterher vieleicht den ein oder anderen Ärger.

Grüße Andreas

Ingo
24.10.2011, 14:00
@Ingo, so begrenzt und gefährdet wie früher angenommen sind die Wildbestände von P. klemmer dann doch nicht, mitlerweile sind weitere Populationen bekannt, zudem leben die Tiere in sich ausbreitenden Bambuswäldern (Sekundärvegetation!).

Gruß Jan

Hi Jan,

ist mir bekannt. Weisst Du aber auch, wieviele klemmeris in Europa und den USA gezüchtet werden? Ich glaube immer noch, dass das in Summe mehr sind als auf Madagaskar herumkreuchen.

Und zum Passus einfach zu pflegen:
Von einem Einsteiger, der hier im Forum um Rat fragt, denke ich, kann man die Mindestanforderungen erwarten, die man am liebsten von allen Einsteigern erwarten möchte. Als da wären:

-Sich vor dem Kauf auf Papier und vor dem Bildschirm über die Wunschtierart schlau machen.

-Vor dem Kauf anhand der gesammelten Informationen ein Terrarium geeigneter Größe und geeigneter technischer Ausstattung aufzubauen und einzurichten, in dem Licht- Feuchte- und Temperaturzonierungen nahe an den empfohlenen Literaturangaben liegen.

-Bereitschaft mehrere verschiedene Futtertiere regelmäßig zu kaufen.

-Bereitschaft regelmässig empfohlene Supplemente zu verwenden.

All das ist kein Hexenwerk und wer sich danach richtet, der wird in der Tat ernsthafte Schweirigkeiten haben, gesund erworbene Phelsumen wie klemmeri, laticauda, lineata ssp etc totzupflegen.

Ich finde im übrigen ganz generell, man sollte auch einem Einsteiger genug Auswahl zugestehen, damit seine erster Pflegling dem ersten Wunsch bzw dem vielleicht wirklich nicht empfehlenswerten Traumtier zumindest nahe kommen kann.
Jemand, der sich in Smaragdwarane verliebt hat, wird mit Leopargeckos nämlich nicht glücklich werden. Schon eher aber mit einer Timorwarannachzucht.
Jemand der sich in Phelsumen verliebt hat, wird oft wenig Spass an Hemidactylus frenatus haben - aber mit einiger Wahrscheinlichkeit großen an Phelsuma laticauda.
So werden ganz andere Weichen gestellt und sich viel intensiver um die Tiere gekümmert, als wenn die ersten Pfleglinge nur als notwendiges Übel um das Handwerk zu lernen, empfunden werden.
Und mit ein wenig Engagement bei Vorbereitung und Pflege stehen dem Einsteiger eben durchaus sehr viele Tierarten zur Wahl.
Bei jemandem, der klemmeri Pflege nicht hinbekommt (und der einzig wahrscheinliche Grund dafür ist Nachlässigkeit bei Vorbereitung oder Pflege), werden Leopardgeckos vielleicht länger leben. Aber richtig gut gehen wird es auch denen nicht.

Viele Grüße

Ingo

Terramann
24.10.2011, 17:34
Ja gut der Preis ist schon machbar, aber ich als Anfänger will jetzt nicht unbedingt ne Wurmkur machen, wer weiß, was es da zu beachten gibt. Außerdem kostet es nochmal oben drauf. Tierversand finde ich immer nicht so...da hol ich die lieber selber ab. Bis ins Umfeld von 250km kann ich zur Not auch kommen, aber wenns da jemanden gäbe... Ich hab heut locker 50 Zooläden angerufen aber entweder die haben nur Importe (unbehandelt) oder keine Tiere da und wollen mir die Züchter nicht sagen. Von locker 30 Zoofachgeschäften, die Züchter kannten, hat mir genau ein einziger die Daten gegeben. Ich hoffe mal der gute Herr hat was da, muss ich morgen mal anrufen...
Gibts da vielleicht irgendwo ne Züchterliste?

Anolis05
24.10.2011, 23:21
Hallo Terramann,
schreibe doch lieber einfach mal aus welcher Gegend Du kommst bevor Du 50 Zoogeschäfte anrufst.:rolleyes:
Gruß
Heinrich

Terramann
27.10.2011, 18:51
ach ja, das wäre vielleicht gut :D Wohne in der Nähe von Görlitz (also ganz tief im Osten Sachsens)

Anolis05
28.10.2011, 09:48
Hallo Terramann,
da wunderts mich daß Du da noch nicht fündig geworden bist.
Sachsen ist nämlich eine Reptilien-Hochburg .
Gruß
Heinrich

Anolis05
01.11.2011, 18:41
Hallo Dennis,
vom 11.11.-13.11. findet in Oybin bei Zittau eine Echsentagung statt.
Ist ja nicht ganz so weit von Dir weg.:)
Da findest Du sicherlich was.
Schicke Dir auch noch ne PN wegen Kontakte usw.
Gruß
Heinrich

Terramann
01.11.2011, 22:27
Huhu,

Danke für die Tipps, aber: nachdem ich jetzt mit so einigen Züchtern gesprochen habe, waren sich so ziemlich alle einig: Sie meinten, ein kompletter Umbau des Beckens ist unnötig und kostet nur Geld. Die Tiere würden sich bei mir auch so wohlfühlen. Lediglich an der Beleuchtung habe ich jetzt was geändert: weiterhin T8, aber 1 mit UV-Anteilen (weil die Tiere ja UV sehen und sich durch reflektierende Teile "verständigen") und 1 ganz normale Tageslichtröhre...3x 20w Spots, viel Klettergeäst und paar Pflänzchen. Einige sind auch schon seit 20 Jahren Reptilienhalter, ich rechne da durchaus damit, dass die Erfahrung haben :)

Und die Tierchen hab ich auch schon bekommen...erstmal ein Mann aus diesem Jahr und ein Weibchen aus dem letzten, das sollte reichen. Die verstehen sich offenbar auch recht gut, er jagt sie nicht so oft: bisher nur 1 mal, als sie rein kam und er schon 3 Tage drin wohnte...

Terramann
07.04.2012, 20:19
Hallo,

ich habe im Terrarium die Technik um 200€ verbessert: (ist ein Doppelterrarium) pro Seite 2 vollspektrum-Röhren, die gedimmt werden (Dämmerung) und eine Beregnungsanlage. Die Anolis sind überwiegend braun, aber werden immer wenn sie sich sonnen grün.

So aber jetzt zur eigentlichen Frage: Die Insekten auf der anderen Seite des Doppelbeckens werden mir irgendwie zu langweilig...also ich meine, die Anolis sind richtig interessant, machen dauernd irgendwas, und die wandelnden Blätter sitzen da, ich ärgere mich jede Woche mit den stachligen Brombeeren rum und außer einen Schönen Anblick und den Zuchterfolg kriege ich garnichts zurück. Ich möchte nun also auch auf der Seite auf Reptilien umsteigen.
Ich suche da im Prinzip einfach nur eine Art, die ähnlich interessant wie Rotkehlanolis ist und mit dem Becken zurecht kommt. Da die Beregnungsanlage leider beide Becken gleichzeitig sprüht, ist die RLF auf 50-70% am Tage und 70-80% nachts. Temperatur kann ich alles machen zwischen 18 und 28°C am Tag, nachts immer paar Grad kälter. Das Becken ist 70 x 40 x 60 cm (B x T x H), 2x 20W Leuchtstoffröhren und 2 20W Halogenspots, die ordentlich einheizen können.

Ideal wäre es, wenn die Tiere sich mit meinen Archispirostreptus gigas vertragen würden. Diese züchte ich nicht, ich habe nur 3 Weibchen.

Viele Grüße,
Dennis

Reptillo
09.04.2012, 10:16
Die Anolis werden nach geraumer Zeit auch nicht mehr interressanter, mit in die Hand nehmen ist da auch nichts da so kleine flinke Echsen ein Fluchtproblem darstellen.
Sie lassen sich gut mit Grasnattern vergesellschaften (die ist insektenfressend), das habe ich sogar mal auf eine Ausstellung gesehen.

Daß Wandelnde Blätter zwar schön aber langweilig sind, kann über Vorabinformierung bereits erahnen.
An sowas muß man wirklich interressiert sein, gilt aber auch für Reptilien.

Reptillo
09.04.2012, 10:24
Achja, eine Vergesellschaftung mit Anolis und WB kann man vergessen, zwar glaube ich nicht daß die großen Insekten ins Beuteschema passen aber, wenn die Tiere auf die drauf springen weil sie die für ein Blatt halten, kann daß zu Verletzungen deiner WB führen.

Terramann
09.04.2012, 12:11
Ach, bitte nicht missverstehen. Ich habe ein zweites Terrarium zur Verfügung! Die Anolis behalte ich und in deren Terrarium, kommt auch nix mehr rein...ich suche also andere Tiere, die eben auch so interessant sind.

Und die wandelnden Blätter waren für mich ja lange interessant, ich halte die ja seit zweieinhalb Jahren, aber langsam geht der Reiz verloren...

tirbse
09.04.2012, 13:42
Sie lassen sich gut mit Grasnattern vergesellschaften (die ist insektenfressend), das habe ich sogar mal auf eine Ausstellung gesehen.


Moin selbst langjährige Erfahrungen ?
belegbar?
oder weil irgendwo mal solche Tiere zusammmen in einem Terrarium kurzfristig zusammen waren? Warum werden einem Neuling gleich das vergesellschaften und das Reptilien sammeln und Terrarien vollstopfen empfohlen ?

Ingo
09.04.2012, 15:24
Dazu kann ich folgendes beisteuern: Vor anderthalb Jahren habe ich eine schwer verletze semiadulte Holaspis als Futter in mein Grasnatterbecken gesetzt und sie lebt -gesundet und herangewachsen- immer noch dort (da rausfangen in dem dicht bewachsenen Becken = null Chance).
Auch dort leben Lepidodactylus. Deren Nachwuchs wird recht gerne gefressen (und darum leben die auch dort) aber nur bis zu einer GL von ca 5cm.
Größere werden in Ruhe gelassen.
Ich kann mir daher gut vorstellen, dass es bei Anolis genauso ist.
Was aber nicht zu vergessen ist: Grasnattern selber sind "etwas" delikat und nicht unbedingt was für Anfänger.

Viele Grüße

Ingo

tirbse
09.04.2012, 15:57
Moin das Herr Kober schon einige Vergesellschaftungen praktiziert hat ist ja bekannt .
Es kann keiner nachvollziehen wie erfolgreich dies war und wieviel Tiere auf der Strecke bleiben. Herr Kober etwas mehr Erfahrung wie dem TS traue ich Ihnen schon zu :D. Mein Beitrag bezog sich auf Neulinge die erst mal genug zu tun haben langjährig eine Art zu betreuen.
Ich würde nur beachten das solche Empfehlungen schnell von Google gefunden werden und die Aussage " die bei der DGHT sagen doch auch vergesellschaftet".

Ingo
09.04.2012, 16:32
Es kann keiner nachvollziehen wie erfolgreich dies war und wieviel Tiere auf der Strecke bleiben.

Das kann ich gerne belegen. Todesfälle oder Verletzungen, die ich mit Vergesellschaftungen in Verbindung bringe hat es in den letzten vierzig Jahren geschätzt etwa zwei Dutzend gegeben. Natürlich die meisten in meiner oft recht sorglosen frühen Teenagerzeit. Shame on me. Aber damals gabs in Hessisch Sibirien keine lebenden Vorbilder und nur wenig gute Bücher. In den letzten gut zwanzig Jahren gab es allerdings nur noch genau sieben Vorfälle, davon nur 3 Todesfälle.
Mehr Todesfälle und Verletzungen in der gleichen Zeit hatte ich übrigens zwischen artgleichen Geschlechtspartnern.
Kürzere Lebenserwartung oder reduzierte Fortpflanzung kann ich nicht feststellen, auch nicht, wenn ich die selbe Art auch im Artbecken halte.

Ich rate keineswegs grundsätzlich Anfängern zur Vergesellschaftung.
Es ist damit wie mit allem, es gibt leichtes, schweres und unmögliches.
Hier erlebe selbst ich noch Überraschungen. Varanus glauerti hat zB ungeachtet seiner Zierlichkeit offenbar keinerlei Hemmungen Tiere jeder Art und Größe in der ernsthaften Absicht, Teile davon zu fressen, anzugreifen.
Und nein, ich habe einen entsprechenden Versuch abgebrochen BEVOR die Warane die zugedachten Terrariengenossen verletzt haben.
Aber zumindest meine glauerti kennen keine Grenzen. Mein Männchen versucht sogar mit Ausdauer und in aller Ruhe ohne jede Aggression, Teile aus mir herauszubeissen.
Angesichts dieses Verhaltens vermute ich, dass sie in ihrer Heimat gerne auch an größeres Aas gehen, wenn sie es finden...aber ich schweife ab.
Es ist also klar, dass man in jedem Fall aufpassen muss.
Aber es gibt eben auch trotzdem Dinge, die man ungeachtet aller Kopfschüttelei mancher Terrarianer durchaus auch Anfängern empfehlen kann, wie zB die Kombination verschiedener Geckos mit verschiedenen Myriapoden, wenn die Lebensansprüche kompatibel sind.

Hier war gezielt nach der Opheodrys Anolis Kombi und spezifischen Erfahrungen gefragt.
Viele in die Richtung gehenden Erfahrungen gibt es sicher nicht und daher habe ich meine hier bekannt gegeben.
Ich fand das durchaus sinnvoll, zudem ich eine Warnung bezüglich der Grasnatterhaltung als solcher eingeflochten habe.

Viele Grüße

Ingo

Thedarkside
09.04.2012, 16:41
Hallo,

mich würde interessieren, wie sich die Anolis verhalten ! Ich hätte gedacht,
dass die Echsen beim Anblick eines Feindes mit Flucht reagieren und sich
zumindest dauernd verstecken !
Und Grasnattern fressen nur Echsen bis zu einer Gesamtlänge von 5 cm
und versuchen dann auch nicht größere zu fressen ?
Im Berliner Zoo hat man mal Segelechsen und Schönnattern vergesellschaftet
auch da hatte ich ein etwas ungutes Gefühl !

thedarkside

Ingo
09.04.2012, 16:50
Keine Ahnung, wie verallgemeinerbar das ist. Das muss man natürlich im Kopf behalten. Meine Grasnattern verhalten sich genau so und die Echsen gewöhnen sich dran. Jetzt, wo ich das schreibe liegt ein Knäuel aus zwei Grasnattern unter dem CDM-R Strahler und ca 7 cm daneben an der Wand und noch im Strahlungskegel sonnt sich besagte Holaspis.
Meine größte Grasnatter ist ein Brummer und könnte sicherlich...doch sie versuchts nie.
Vor ca 25 Jahren habe ich versucht, Grasnattern mit größeren Geckos zu vergesellschaften...ganz schlechte Idee, die Geckos sahen ihrerseits die Schlangen als (unrealistische) Beute an. So ein züngelnder Kopf an unbeweglichem Körper erinnert offenbar leicht an ein kleines Beutetier
Wirbeltierbeute bevorzugende Schlangen sind natürlich was ganz anderes. Ein bekanntes Museum hat versucht, Tokehs mit Grünen Baumpythons zu vergesellschaften. Nach einiger Zeit waren alle Tokehs weg.
Groß und zu klein als Beute ist aber auch manchmal eine Möglichkeit. Der Zoo von San Diego vergesellschaftet Grüne Anakondas mit Stirnlappenbasilisken, die sich über das riesige Becken freuen, das man ihnen allein wohl kaum zur Verfügung gestellt hätte.

Viele Grüße

Ingo

tirbse
09.04.2012, 20:34
Moin nun kommen wir in der Diskussion vom heimischen Herd wo ja alles so toll ist wenn verschiedene Arten in kleinen Becken dahinvegetieren müssen ,da der Halter denkt ich entscheide dies ,nun auf die Zoos.

http://www.pondturtle.com/lturtle.html

Wenn man sich die gemeldeten Lebenserwartungen anschaut haben da auch welche Leichen im Keller.

Der Herr Kober hat ja Glück das bezüglich diesem Thema nur in den staubigen Annalen der DGHT und vielleicht auf Repdate noch das eine oder andere zu finden ist. Das waren noch Zeiten mit Säbeln und Messern:)

Ingo
09.04.2012, 21:03
Weisst Du Tirbse,

ich würde Dich gerne mal besuchen und mir Deine Terrarien anschauen und Dich dann auch mal zu mir einladen.
Ausserdem würde ich mich gerne mal mit Dir unter vier Augen unterhalten. Dann reden wir nochmal tacheles über kleine Becken und dahinvegetieren.
Was Du im Internet so von Dir gibst, grenzt so langsam an Rufmord.
Ich würde gerne sehen, was dahintersteckt und welche Traute Du im direkten Gespräch zeigst.
Ansonsten sei Dir gesagt, dass ich mich langsam beginne, über Dich zu ärgern.
Was soll das ganze bitte?

Viele Grüße

Ingo

P.S. Als Du das letzte Mal meine Terrarien im Fernsehen gesehen hast, war dir das immerhin diesen Beitrag wert:
Kobers im TV Hallo , ich fand den Beitrag auch wirklich toll .
Man sollte öfters mal von unserem schönen Hobby berichten .
Gruß

Und jetzt vegetiert dort alles beengt dahin?

Reptillo
09.04.2012, 21:22
Ich habe die Vergesellschaftung mit Grasnatter und Rotkehlanolis selber gesehen, der Halter sagte das funtioniere gut, und zwar seit längeren Zeitraum.
Ich weiß daß die Vergesellschaftung zwischen Echse und Schlange umstritten ist.
Das ist allerdings einer der wenigen Fälle wos klappt.

Thedarkside
09.04.2012, 21:43
Hallo,

ich glaube, ich verstehe was Tirbse meint !
Tirbse befürchtet, dass Anfänger und auch generelle Gegner der Haltung
von Exoten threads dieser Art missverstehen oder gegen ''uns'' verwenden
könnten !
Diese Gefahr besteht immer !! Wollen wir hier aber bestimmte Themen ausklammern,
weil jemand das falsch verstehen könnte ??


thedarkside

Reptillo
09.04.2012, 22:07
Foren dürften für Terraristikgegner eher unwichtig sein, was mir da eher Sorgen macht sind Youtoube-Videos in den sinnlose Tierquälerreien gezeigt werden.

tirbse
10.04.2012, 03:52
Weisst Du Tirbse,

ich würde Dich gerne mal besuchen und mir Deine Terrarien anschauen und Dich dann auch mal zu mir einladen.
Ausserdem würde ich mich gerne mal mit Dir unter vier Augen unterhalten. Dann reden wir nochmal tacheles über kleine Becken und dahinvegetieren.
Was Du im Internet so von Dir gibst, grenzt so langsam an Rufmord.
Ich würde gerne sehen, was dahintersteckt und welche Traute Du im direkten Gespräch zeigst.
Ansonsten sei Dir gesagt, dass ich mich langsam beginne, über Dich zu ärgern.
Was soll das ganze bitte?

Viele Grüße

Ingo

P.S. Als Du das letzte Mal meine Terrarien im Fernsehen gesehen hast, war dir das immerhin diesen Beitrag wert:


Und jetzt vegetiert dort alles beengt dahin?


Moin nun haben Sie meine Beiträge völlig in den falschen Hals bekommen und stehe noch heute zu meinem Lob bezüglich des TV Berichts wo mir besonders das Becken mit den Röhren und den Kisten für die Uromastyx im Keller gefallen hat. Auch das letztens vorgestellte Lacerten Freilandbecken sucht seinesgleichen.Ich sehe keinen Grund sich persönlich angegriffen zu fühlen.
Ich wollte eigentlich nur anmerken das es auch den Standpunkt eher gegen die Vergesellschaftung zu sein gibt und bei einem Ratschlag für einen Neuling oder eher Anfänger im Hobby solche Empfehlungen kontraproduktiv sind. Besonders wenn sie von einem sehr erfahrenen Halter kommen der genau weis was er macht und sich ja schon etwas einen Namen gemacht hat mit div. Veröffentlichungen. Die Wirkung einer Empfehlung von Hinz, Kunz , Tirbse u.s.w wird den Leser dann weniger erreichen.
Google findet alles und alle sollten sich mehr der Verantwortung stellen .
Ob meine eher langweiligen Wüste-Steppenterrarien großes Interesse wecken ist mir nicht bekannt, Zumindest sind sie immer nur mit einer Art bestückt.

Terramann
10.04.2012, 11:59
Ähm...um mal zum Thema zurückzukommen: Ich danke euch für die Antworten, die für mich absolut nicht hilfreich waren -.- Habe mir nochmal alles durchgelesen hier, was ihr mir vorher empfohlen habt etc...und folgende Fragen:

@Ingo: Du bemängeltest die Beleuchtung und meintest, das sei viel zu dunkel für Anolis. Also jetzt wo ich 2x 20W T8 und immernoch 3x 20W Halogen drin habe, sind die Anolis oft grün. Alle ein, zwei Tage ist mal er, mal sie für einige Stunden grün, wenn er/sie sich sonnt. Mir wurde gesagt, dass die "Originalfarbe" vermutlich eh braun ist, was man noch nicht genau weiß...also scheint das so gut zu sein. Ach ja: Die Färbung liegt nicht an Überhitzung, denn ich denke bei 25°C ist es nicht zu warm (die Tiere sind nicht nur auf den Sonnplätzen grün, auch irgendwo anders im Becken).
Also lange Rede kurzer Sinn: Da die Beleuchtung offenbar für Anolis carolinensis ausreicht, wie ist es mit Holaspis guentheri, die du empfohlen hast? Gehen die da auch in einem genauso eingerichteten Becken?

Und @all der Leopardgecko...was haltet ihr im genannten Becken davon?