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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Überlange Winterruhe? / Überlebenschance?


Massatus
22.04.2008, 10:04
Hallo zusammen,

ich habe soeben etwas schockierendes über die Bartagamen, eines Freundes der Familie erfahren. Er ist Besitzer von 2 Bartagamen und diese wurden Anfang Oktober 07 positiv auf Bandwürmer bzw. diese länglichen Würmer getestet und entsprechend behandelt. Das Weibchen ging direkt darauf in Winterruhe also Ende Okt. 07 und das Männchen konnte sich scheinbar aufgrund der Behandlung nicht auf eine Winterruhe einstellen und ist "wach" geblieben.

Die Tiere wurden seitdem nicht erneut getestet.

Nun ist es so dass der besagte "Freund" seit Ende Okt. 07 durch eine schwere OP im Krankenhaus und mittlerweile in der REHA Klinik, also nicht zuhause ist.

Seine Lebensgefährtin hat kaum Ahnung von der Haltung dieser exotischen Tiere, über die Haltungsbedingungen jedoch konnte ich mich mittlerweile selbst informieren und diese für gut befinden.

Sie hat sich leider erst Gestern gemeldet mit einem erschreckenden Ergebnis:

Dem Männchen geht es wunderbar und er hat scheinbar die fehlende Winterruhe gut überstanden ... das Weibchen jedoch ist seit Ende Okt. 07 eingegraben und auch nicht wieder rausgekommen ... Ihre "Ersten oberflächlichen" Grabungen nach dem Tier gingen leer aus ... sie vermutet also dass das Tier so stark eingegraben ist das man vermutlich den ganzen Bodengrund abtragen müsste um es zu finden.

Was sagt Ihr dazu? Ich selbst finde es nieder schmetternd weil ich dem Tier kaum eine Überlebenschance zu rechne, was jedoch vllt. an meiner mangelnden Erfahrnungen was überzogene Winterruhen betrifft liegt.

Wißt Ihr da Mehr? Ist eine Bartagame überhaupt fähig mehr als 6 Monate Winterruhe zu halten? Unter einer dicken Sand/Lehm Schicht?

Lieben Gruß,
Massa.

Smaragd
22.04.2008, 10:51
Wißt Ihr da Mehr? Ist eine Bartagame überhaupt fähig mehr als 6 Monate Winterruhe zu halten? Unter einer dicken Sand/Lehm Schicht?

Lieben Gruß,
Massa.
ja,
ich musste das auch durchziehen, als beide Arme gebrochen waren.
Wichtig sind die Werte, ist es ausreichend kalt, gibt es keinen Stoffwechsel, also passiert nix. Allerdings war auch bei mir nach 6 Monaten der Start für die Tiere nicht leicht.

Esther

Massatus
22.04.2008, 10:56
ja,
ich musste das auch durchziehen, als beide Arme gebrochen waren.
Wichtig sind die Werte, ist es ausreichend kalt, gibt es keinen Stoffwechsel, also passiert nix. Allerdings war auch bei mir nach 6 Monaten der Start für die Tiere nicht leicht.

Esther

Naja,

das ist eben hier die Frage, ich weiß ja leider nicht wie tief sich das Tier eingegraben hat und wie sich dann in dem Zuge die Temperaturen entwickelt haben. Sie haben zuhause ein sehr festes und stabiles Sand/Lehm Gemisch und die Grundtemperatur des Terrariums liegt bei ca. 27° oberflächlich, am Boden natürlich leicht kälter, ob das ausreicht ich weiß es nicht ...

... Jedenfalls bin ich mit der Lebensgefährtin von Ihm für spätestens Fr. verabredet um erste "Grabungen" vorzunehmen ... ich würd mir wirklich wünschen dass das Tier lebt, aber viel Hoffnungen mache ich mir irgendwie nicht ...

LG,
Massa.

fledermaus3623
22.04.2008, 11:03
Schmeiss die Flinte nicht gleich ins Korn,vllt ist es ja nur ein Langschläfer..Ich würde mit dem Ausgraben auch net mehr warten.Aber um dir da einen Rat zu geben,ne,so kompetent bin ich noch nicht!!! Alles Gute und sag mal Bescheid wie es ausgegangen ist! LG Tina;)

Conny
22.04.2008, 16:06
Hallo,

Ja, das würde mich auch interessieren.
6 Monate bei den Temperaturen?!

Ich kann mir nicht richtig vorstellen, dass es im/ unterm Sand um die 15°C sind..

Viel Glück

lg
Conny

Mirac
23.04.2008, 09:59
Hi,

ich wäre auch aufgrund der Vorgeschichte skeptisch.

Es gab keine Nachkontrolle des Kotes mehr wenn ich das richtig verstanden habe ?

Ich würde sie in dem Fall ausgraben.
6 Monate bei womöglich immer noch funktionierenden zu hohem Stoffwechsel und der Vorgeschichte wäre mir definitiv zu bedenklich.

Grüße
mirac

Massatus
23.04.2008, 21:34
Hallo zusammen,

ich komme nun mit einem erleichterten Gefühl und einer kleinen Sensation zurück.

Das Tier, weiblich wohl bemerkt, lebt tatsächlich noch! Es erfreut sich offensichtlicher bester Gesundheit und turnte bereits wenige Stunde nach der großen Ausgrabung im Terrarium herum.

Nach ca. 1/2 Std. Graben im Steppensand, fand ich dann tatsächlich das Tier in einer fein säuberlich gestalteten Höhle, voll über mit Sand und einem Festen "Dach" über dem Kopf. Ich war sichtlich beeindruckt wie gut und stabil die Höhle des Weibchens gebaut war.

Im Laufe der Woche werde ich Fotos dazu nachreichen. Die Temperatur in Ihrer Höhle lag bei Durschnittlich 18-20°.

Abgenommen hat sie weniger als 10 Gramm.

Als sie dann die Augen öffnete in dem Moment wo ich die Erste Sandschicht von Ihrem Kopf entfernte fiel mir wirklich ein Stein vom Herzen.

Das Tier befand sich innerhalb des wirklich erstaunlich langem Zeitraum von dem 04. Okt. 07 bis Heute dem 23. Apr. 2008 in Winterruhe.

Lieben Gruß,
Massa.

burn1985
23.04.2008, 21:37
WOW, das ist ma echt klasse...:)
und echt super, dass du dich so drum gekümmert hast!

Gruß und gute Nacht,
Björn

Achim aus HH
23.04.2008, 21:39
Super dar freue ich mich für euch :D

Naja wenigstens sollte sie jetzt ausgeschlafen sein :)


Gruß Achim

fledermaus3623
24.04.2008, 06:34
Huhu,
das ist ja eine tolle Nachricht!!!;)

Conny
24.04.2008, 11:53
:)
na, Gott sei Dank, schön zu hören/ lesen
:)