Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fundstück
Beim Aufräumen habe ich das gute Stück gefunden :D .
http://www.repdate.org/harte_scan/Bilder/unbenannt_1.jpg
Wer kann mir bei der Bestimmung helfen? (dazugehörige Literaturangabe ist erwünscht!)
MfG Harte
Podarcis
16.05.2003, 17:08
Darf ich auch????????
:D
Sehr geehrter Herr Kroniger!
Nein! :D
Wolfgang Bischoff
16.05.2003, 19:02
Und ich ??? ??? ???
Ich verspreche auch, dass ich nicht schummele :D
Sehr geehrter Wolfgang Bischoff!
Zur Hilfestellung sollten Sie am Montag ihren Chef zu Rate ziehen ... aber Vorsicht, es könnte sein das ihn das Bild umhaut.
Sie selbst sind durchaus in der Lage mir ohne Schummeln ein Ergebnis zu liefern.
Mit der Bitte um deine Zurückhaltung grüßt dein Freund Harte
Wolfgang Bischoff
16.05.2003, 19:22
Schaaade :~(
Da kriege ich mal was ohne die Hilfe meines Chef's raus, und dann darf ich nicht :(
Jetzt haste mir den ganzen Abend versaut :D
Wolfgang
Miss Meyer
16.05.2003, 19:36
Ach herjeh, jetzt auch noch Exhumierungen!
Hab doch von den Echsen kaum Ahnung!
Vielleicht was aus der Gattung Gallotia?
Dann wüsste ich immerhin, wo ich anfangen muss zu suchen! :D
Rätselhafte Grüße
Missi :)
Miss Meyer
16.05.2003, 22:41
So, ich weiss es jetzt auch! :D
Viel Spaß allen, die noch rätseln...
Missi :)
Ich weis zwar, daß Du mit den Gallotia sehr speziell bist, würde aber trotzdem auf Timon lepidus tippen.
Gruß Jochen
Hallo Jochen!
Timon lepidus ist falsch. Das Bild zeigt aber Lacertidenüberreste, die schon etwas älter sind (vor über 25 Jahren gab es schon mal ein Bild davon :D).
MfG Harte
Also doch Gallotia!?
Wurde nicht vor etwas über 25 Jahren die El Hierro Rieseneidechse wieder entdeckt?
Dann vielleicht Gallotia simonyi simonyi?
Mit Literaturangaben, die so alt sind kann ich leider nicht dienen. Bin ja gerade mal zur Welt gekommen um diese Zeit.
Gruß Jochen
Hallo Jochen!
Als DGHT Mitglied könntest du ja mal im Mitgliederbereich schauen ... da gibt es die Möglichkeit nach alten Zitaten zu suchen!
MfG Harte
O.K. Andreas ("Harte" find ich als Anrede irgendwie komisch):),
Du läßt mich ja ganz schön zappeln. Ich hab das Gefühl der Einzige zu sein, der versucht die Lösung rauszufinden.
Mitgliederbereich??? War ich vorher noch nie drin, danke für den Tip.
Wenns das nicht ist geb ich auf:
1281 Bischoff, W. Vorläufige Beschreibung der Eidechse der Kanareninsel Fuerteventura als Gallotia atlantica mahoratae ssp. n. Salamandra 1985 1 46-54 Gallotia atlantica
Gruß Jochen
Hallo Jochen!
Mit deiner Antwort "Gallotia simonyi simonyi"
lagst du schon richtig.
Das gesuchte Zitat ist folgendes:
Böhme, W., Bings, W.(1975): Zur Frage des Überlebens von Lacerta s. simonyi Steindachner. Salamandra 1975 1 39-46
MfG Harte
YES!!
Konnte ich auch mal ein Rätsel lösen.:)
Allerdings nur mit Deiner Hilfe.
Das Literatur-Zitat hab ich aber nicht gefunden. Unter dem Suchbegriff "Gallotia" hat es mir das von Dir angegebene Zitat nicht angezeigt.
Gruß Jochen
... da hilft nur das Wissen um die alte Systematik: Gallotia war früher Lacerta.
Also mit Suchbegriff "Lacerta" suchen!
MfG Harte
Wolfgang Bischoff
19.05.2003, 20:11
Vielleicht ist es ja für die Ratefreunde interessant, etwas über die Bedeutung des von Harte vorgestellten "Fundstückes" zu erfahren?
Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts galt Gallotia s. simonyi von der kanarischen Insel El Hierro als ausgestorben. Der Bonner Architekt Werner Bings, ein Hobbyherpetologe, konnte und wollte das nicht akzeptieren. Er stellte im Jahre 1974 auf der Insel Nachforschungen an, um eventuelle Hinweise für ein Überleben der Art zu bekommen. Er nahm Kontakt zu einheimischen Hirten auf, die ihre Ziegen unter anderem auch in der bis zu 1000 m hohen Steilwand des Risco de Tibataje hüteten. Einer dieser Hirten schenkte ihm den abgebildeten, teilweise mumifizierten Skelettrest. Das Stück war eindeutig viel zu groß, als dass es von einem Exemplar der auf der Insel weit verbreiteten Gallotia c. caesaris stammen könnte. Es mussten also Überreste von G. s. simonyi sein. Aufgrund der gut erhaltenen Hautreste, konnte das Exemplar erst wenige Jahre vorher verstorben sein. Durch diesen Fund war also der Nachweis erbracht worden, dass G. simonyi auf El Hierro überlebt haben musste.
Mit Hilfe der Hirten, gelang es dann auch, ein lebendes Paar der Hierro-Rieseneidechse zu fangen. Das hatte ziemliche Verwicklungen zur Folge, ist aber eine andere Geschichte.
Mittlerweile wird G. s. simonyi in einer Zuchtstation direkt unterhalb der Steilwand sehr erfolgreich nachgezogen, und die Nachzuchten werden auf der Insel wieder ausgewildert. Es sieht so aus, dass diese imposante Eidechse vor dem endgültigen Aussterben bewahrt werden konnte.
Wolfgang Bischoff